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Rainfarn Extrakt, 100 ml

Art.Nr.: HAM037
Rainfarn Extrakt, 100 ml
Rainfarn Extrakt, 100 ml
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Produktbeschreibung
Hildegard and more · Rainfarn aus eigenem Anbau

Rainfarn Extrakt – 100 ml

Rainfarn zählt zu den markantesten heimischen Kräuterpflanzen: kräftig aromatisch, mit leuchtend gelben knopfförmigen Blütenständen und einer ungewöhnlich variablen Pflanzenchemie. Der Rainfarn Extrakt von Hildegard and more wird mit Rainfarn aus eigenem Anbau hergestellt und verbindet den Pflanzenrohstoff mit Alkohol und destilliertem Wasser. Wissenschaftlich besonders interessant ist, dass Tanacetum vulgare je nach Herkunft und Chemotyp sehr unterschiedliche Profile flüchtiger Pflanzenstoffe entwickeln kann – von Thujon und Campher bis zu 1,8-Cineol oder Chrysanthenylverbindungen. Daneben enthält die Pflanze zahlreiche nichtflüchtige Naturstoffe wie Flavonoide, Phenolsäuren, Gerbstoffe und Sesquiterpenlactone. Der Extrakt enthält 60 % vol. Alkohol und wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten.

Inhalt100 ml
PflanzenrohstoffRainfarn aus eigenem Anbau
Alkoholgehalt60 % vol.
Klare Rezeptur

Rainfarn, Alkohol und destilliertes Wasser

Der Rainfarn Extrakt gehört zu den übersichtlich zusammengesetzten Einzelpflanzen-Extrakten von Hildegard and more.

Nach der aktuell vorliegenden Produktdeklaration enthält der Extrakt:

  • •Rainfarn aus eigenem Anbau
  • •Alkohol
  • •destilliertes Wasser

Der Alkoholgehalt des fertigen Produktes beträgt 60 % vol.

Besonders hervorzuheben ist der Pflanzenrohstoff selbst:Der Rainfarn stammt laut aktueller Produktdeklaration aus eigenem Anbau.

Auf einen Blick

Was den Rainfarn Extrakt auszeichnet

Rainfarn aus Eigenanbau

Der verwendete Rainfarn stammt laut aktueller Produktdeklaration aus eigenem Anbau und bildet die einzige pflanzliche Grundlage des Extraktes.

Außergewöhnlich variable Pflanze

Rainfarn besitzt zahlreiche natürliche Chemotypen. Thujon kann dominieren – muss es aber nicht. Andere Pflanzen sind beispielsweise stärker durch Campher oder 1,8-Cineol geprägt.

Braunglas mit Pipette

Die 100-ml-Braunglasflasche reduziert den direkten Lichteinfall und ermöglicht mit der Pipette eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.

Botanik

Tanacetum vulgare – der Rainfarn

Der Rainfarn trägt den botanischen Namen Tanacetum vulgare L. und gehört zur Familie der Korbblütler – den Asteraceae.

Royal Botanic Gardens, Kew, führt Tanacetum vulgare als anerkannte Art mit natürlichem Verbreitungsgebiet in den gemäßigten Regionen Eurasiens.Deutschland gehört zum natürlichen Areal.

Auch FloraWeb führt Rainfarn als in Deutschland einheimische Art.Die mehrjährige Pflanze erreicht etwa 30 bis 160 cm Höhe und besitzt einen ausgeprägt aromatischen Geruch.

Besonders auffällig sind die zahlreichen gelben Blütenköpfchen.Sie bestehen fast ausschließlich aus Röhrenblüten und wirken dadurch wie kleine gelbe Knöpfe.

→ Tanacetum vulgare bei Royal Botanic Gardens, Kew

→ Rainfarn bei FloraWeb

Markantes Erscheinungsbild

Gelbe Blütenköpfchen ohne typische „Blütenblätter“

Rainfarn gehört zu den Pflanzen, die auch ohne botanische Vorkenntnisse vergleichsweise leicht wiederzuerkennen sind.

Typische Merkmale sind:

  • •aufrechter, im oberen Bereich verzweigter Wuchs,
  • •fiederteilige, kräftig gegliederte Blätter,
  • •zahlreiche kleine gelbe Blütenköpfchen,
  • •fast vollständig fehlende auffällige Zungenblüten,
  • •ein kräftiger aromatischer Pflanzengeruch.

FloraWeb nennt als typische Blütezeit hauptsächlich Juli bis September, teilweise bis in den Herbst hinein.

Pflanzenchemie

Rainfarn ist deutlich komplexer als nur „Thujon“

Rainfarn wird häufig fast ausschließlich über seinen Thujongehalt beschrieben.Das wird der chemischen Vielfalt der Pflanze jedoch nicht gerecht.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschreiben unter anderem:

  • •Monoterpene und weitere flüchtige Bestandteile
  • •Phenolsäuren
  • •Flavonoide
  • •Gerbstoffe beziehungsweise Tannine
  • •Sesquiterpenlactone
  • •Terpenoide
  • •Fettsäuren und weitere Naturstoffe

Eine moderne UHPLC-HRMS-Untersuchung unterschiedlicher Rainfarnextrakte identifizierte sogar 107 verschiedene Verbindungen aus mehreren Stoffgruppen.

→ Umfassende chemische Charakterisierung von Tanacetum vulgare

Thujon

Bekannt – aber keineswegs immer der dominierende Rainfarnstoff

Thujon gehört zu den bekanntesten natürlichen Bestandteilen des Rainfarns.

Chemisch handelt es sich um ein bicyclisches Monoterpenketon.In Pflanzen treten insbesondere zwei Formen auf:

  • •α-Thujon
  • •β-Thujon

Die Konzentration kann zwischen verschiedenen Rainfarnpflanzen allerdings außerordentlich stark schwanken.

Daher ist die Aussage „Rainfarn enthält viel Thujon“ als pauschale Beschreibung zu ungenau.Es existieren thujonreiche Pflanzen, aber ebenso Rainfarnpopulationen mit völlig anderen dominierenden Aromastoffen.

Sieben Chemotypen in einer Untersuchung

Rainfarn ist chemisch außergewöhnlich variabel

Eine besonders eindrucksvolle wissenschaftliche Untersuchung analysierte Rainfarn von 40 verschiedenen Standorten in Norwegen.

Die Forscher konnten sieben unterschiedliche Hauptchemotypen unterscheiden:

  • •α-Thujon-Typ
  • •β-Thujon-Typ
  • •Campher-Typ
  • •Chrysanthenylacetat-/Chrysanthenol-Typ
  • •Chrysanthenon-Typ
  • •Artemisia-Keton-/Artemisia-Alkohol-Typ
  • •1,8-Cineol-Typ

Bei bestimmten β-Thujon-Chemotypen machte β-Thujon einen sehr hohen Anteil des untersuchten ätherischen Öls aus.Andere Pflanzen waren dagegen beispielsweise hauptsächlich durch Campher oder 1,8-Cineol geprägt.

→ Chemotypen von Tanacetum vulgare bei PubMed

Campher

Bei manchen Rainfarnpflanzen sogar der wichtigste Aromastoff

Campher ist ein weiteres Monoterpenketon, das in bestimmten Rainfarn-Chemotypen große Bedeutung besitzt.

Eine Untersuchung bulgarischen Rainfarns identifizierte beispielsweise Campher als Hauptbestandteil des dort analysierten ätherischen Öls.Daneben wurden unter anderem Chrysanthenylacetat, cis-Verbenol, Thujon und 1,8-Cineol gefunden.

Auch Untersuchungen aus unterschiedlichen europäischen Regionen zeigen, dass Campher und Thujon teilweise gegensätzlich stark ausgeprägt sein können.

Diese natürliche Variabilität macht deutlich, warum eine konkrete Rainfarncharge analytisch untersucht werden müsste, bevor quantitative Aussagen zu einzelnen flüchtigen Stoffen möglich wären.

→ Campher-Chemotyp von Tanacetum vulgare

1,8-Cineol & weitere Terpene

Ein vielfältiges ätherisches Pflanzenprofil

Neben Thujon und Campher können im ätherischen Öl des Rainfarns zahlreiche weitere Verbindungen auftreten.

Dazu gehören abhängig von Pflanzenherkunft und Chemotyp beispielsweise:

  • •1,8-Cineol
  • •α-Pinen
  • •β-Pinen
  • •Borneol
  • •Bornylacetat
  • •Chrysanthenon
  • •Chrysanthenylacetat
  • •Germacren D

Rainfarn besitzt daher keinen einzigen universellen „Rainfarngeruch“, sondern kann chemisch sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein.

Ätherisches Öl ≠ Pflanzenextrakt

Eine besonders wichtige Unterscheidung

Bei Aussagen über Thujon, Campher und andere leichtflüchtige Terpene muss zwischen verschiedenen Zubereitungsformen unterschieden werden.

Ein ätherisches Öl wird typischerweise durch Destillation gewonnen und konzentriert vor allem flüchtige Verbindungen.

Der hier angebotene Rainfarn Extrakt ist dagegen ein alkoholisch-wässriger Pflanzenextrakt.Dieser kann zusätzlich zahlreiche nichtflüchtige beziehungsweise weniger flüchtige Naturstoffe enthalten.

Deshalb dürfen Prozentangaben aus Untersuchungen ätherischer Rainfarnöle nicht als Gehaltsangaben für diesen Extrakt übernommen werden.

Für HAM037 ist kein definierter Thujon-, Campher- oder 1,8-Cineol-Gehalt ausgewiesen.

Phenolische Pflanzenstoffe

Chlorogensäure, Rosmarinsäure und Flavonoide

Neben den aromatischen Terpenen enthält Rainfarn ein interessantes Spektrum phenolischer Verbindungen.

Eine moderne HPLC-Untersuchung von Tanacetum-vulgare-Extrakten identifizierte unter anderem:

  • •Chlorogensäure
  • •Rosmarinsäure
  • •Luteolin-7-O-glucosid

Weitere Untersuchungen beschreiben zusätzlich unterschiedliche Flavonoide, Phenolsäuren und Tannine.

Diese Stoffgruppen sind für einen hydroalkoholischen Pflanzenextrakt besonders interessant, weil sie bei einer reinen Analyse des ätherischen Öls weitgehend außerhalb des Blickfeldes liegen.

→ HPLC-Analyse von Tanacetum-vulgare-Extrakten

Chlorogensäure

Ein weit verbreiteter pflanzlicher Phenolstoff

Chlorogensäure gehört chemisch zu den Caffeoylchinasäuren.Sie kommt in zahlreichen Pflanzen vor und wurde auch in Rainfarnextrakten analytisch nachgewiesen.

Eine aktuelle Untersuchung mehrerer wild wachsender Pflanzen fand Chlorogensäure ebenfalls in Tanacetum vulgare.

Zusätzlich enthielten die untersuchten Rainfarnblätter besonders hohe Mengen an Flavonoiden.

→ Phenolische Pflanzenstoffe von Rainfarn bei PubMed

Flavonoide

Luteolin, Jaceosidin, Eupatorin und weitere Verbindungen

Rainfarn besitzt auch ein vielseitiges Flavonoidprofil.

In unterschiedlichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden beispielsweise beschrieben:

  • •Luteolin beziehungsweise Luteolin-Glykoside
  • •Jaceosidin
  • •Eupatorin
  • •Chrysoeriol
  • •Diosmetin
  • •weitere methoxylierte und glykosylierte Flavonoide.

Die einzelnen Studien verwendeten unterschiedliche Extraktionsverfahren.Daher können diese Befunde nicht als vollständige Inhaltsstoffliste oder Mengenangabe des fertigen HAM037 verstanden werden.

→ Flavonoide aus Tanacetum vulgare bei PubMed

Gerbstoffe

Auch Tannine gehören zum Rainfarnprofil

Rainfarnblätter können erhebliche Mengen phenolischer Gerbstoffe enthalten.

Eine aktuelle Untersuchung wild wachsender Tanacetum-vulgare-Populationen aus Lettland analysierte Blätter und Blüten getrennt.Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen Standorten und Pflanzenteilen.

Die untersuchten Blattextrakte waren besonders tanninreich.Gleichzeitig schwankte auch der analytisch erfasste Thujongehalt deutlich zwischen den Proben.

Das unterstreicht erneut, dass bei Rainfarn weder Polyphenol- noch Thujonwerte ohne konkrete Produktanalyse verallgemeinert werden sollten.

→ Aktuelle chemische Charakterisierung von Rainfarnblättern und -blüten

Sesquiterpenlactone

Eine weitere charakteristische Naturstoffgruppe

Neben Monoterpenen und Polyphenolen bildet Rainfarn verschiedene Sesquiterpenlactone.

Diese Stoffgruppe ist bei vielen Korbblütlern verbreitet.Für Tanacetum vulgare wurden bereits früh verschiedene Lactone aus den oberirdischen Pflanzenteilen isoliert.

In einzelnen wissenschaftlichen Extrakten wurde unter anderem Parthenolid nachgewiesen.

Parthenolid ist besonders aus dem verwandten Mutterkraut Tanacetum parthenium bekannt, kann aber auch in bestimmten Rainfarnproben auftreten.

Auch hier gilt:Das Vorkommen in einer bestimmten Forschungsprobe bedeutet nicht, dass der Hildegard-and-more-Extrakt einen definierten Parthenolidgehalt besitzt.

Thujon & Sicherheit

Warum der Stoff regulatorisch besonders beachtet wird

Thujon gehört zu den toxikologisch relevanten Naturstoffen verschiedener aromatischer Pflanzen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat deshalb ein eigenes öffentliches wissenschaftliches Dokument zur Verwendung thujonhaltiger pflanzlicher Arzneimittel veröffentlicht.

Die EMA nennt Rainfarn ausdrücklich unter den Pflanzen, deren ätherische Öle Thujon in sehr unterschiedlichen Mengen enthalten können.

Für eine sachgerechte Sicherheitsbewertung ist daher nicht allein entscheidend, dass eine Pflanze Thujon bilden kann, sondern wie viel Thujon ein konkretes Produkt tatsächlich enthält und in welcher Menge es verwendet wird.

Für HAM037 liegt in den aktuell verfügbaren Produktinformationen kein quantifizierter Thujongehalt vor.

→ EMA-Stellungnahme zu thujonhaltigen Pflanzenprodukten

Warum keine Thujonmenge behauptet wird

Rainfarn kann von nahezu thujonarm bis stark thujongeprägt variieren

Wissenschaftliche Daten zeigen eine außergewöhnlich große natürliche Bandbreite.

In einer Untersuchung von Rainfarnextrakten aus verschiedenen Regionen wurden beispielsweise deutlich unterschiedliche Thujonkonzentrationen gemessen.

Noch stärker fallen die Unterschiede bei ätherischen Ölen auf:Manche Chemotypen werden von β-Thujon dominiert, andere von Campher, Chrysanthenylverbindungen oder 1,8-Cineol.

Daraus folgt für eine seriöse Produktbeschreibung:Die bloße botanische Identität „Tanacetum vulgare“ reicht nicht aus, um einen Thujongehalt vorherzusagen.

Erst eine Analyse der konkreten Rohstoff- beziehungsweise Produktcharge könnte hierzu eine quantitative Aussage ermöglichen.

60 % vol. Alkohol

Hydroalkoholischer Rainfarn-Auszug

Der Rainfarn Extrakt besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.

Ethanol und Wasser besitzen unterschiedliche Lösungseigenschaften.Eine alkoholisch-wässrige Mischung kann deshalb unterschiedliche Stoffgruppen aus dem Pflanzenmaterial lösen.

Dazu können – abhängig von Herstellungsverfahren und Rohstoff – beispielsweise gehören:

  • •Phenolsäuren
  • •Flavonoide
  • •bestimmte Gerbstoffe
  • •Sesquiterpenlactone
  • •Teile des lipophileren beziehungsweise flüchtigen Pflanzenstoffspektrums.

Welche Stoffe tatsächlich in welcher Konzentration im fertigen Produkt vorliegen, hängt jedoch zusätzlich von Pflanzen-Flüssigkeits-Verhältnis, Zerkleinerung, Extraktionsdauer, Temperatur und weiteren Herstellungsparametern ab.

Nicht standardisiert

Kein ausgewiesenes Thujon- oder Einzelstoffpräparat

Für den Rainfarn Extrakt ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen keine Standardisierung auf einzelne Naturstoffe ausgewiesen.

Insbesondere wird kein definierter Gehalt angegeben für:

  • •α-Thujon
  • •β-Thujon
  • •Campher
  • •1,8-Cineol
  • •Chrysanthenylverbindungen
  • •Chlorogensäure
  • •Rosmarinsäure
  • •Luteolin-Glykoside
  • •Parthenolid oder andere Sesquiterpenlactone.

Der Extrakt wird deshalb sachgerecht als komplexer Rainfarn-Auszug und nicht als standardisiertes Thujon- oder Terpenpräparat beschrieben.

Natürlich variabel

Genetik, Standort und Ernte verändern das Profil erheblich

Rainfarn gehört zu den Pflanzen, bei denen natürliche chemische Unterschiede besonders deutlich ausgeprägt sein können.

Einfluss haben unter anderem:

  • •genetischer Chemotyp,
  • •Standort,
  • •Boden und Nährstoffversorgung,
  • •Temperatur und Sonneneinstrahlung,
  • •Entwicklungsstadium,
  • •Erntezeitpunkt,
  • •Verhältnis von Blättern und Blüten,
  • •Trocknung und Lagerung sowie
  • •Extraktionsverfahren.

Leichte natürliche Unterschiede in Farbe, Geruch und Pflanzencharakter sind bei einem nicht auf Einzelstoffe standardisierten Rainfarnextrakt daher grundsätzlich nachvollziehbar.

Hildegard von Bingen

Der historische Bezug ist deutlich stärker als bisher beschrieben

Rainfarn besitzt tatsächlich einen dokumentierten Bezug zur mittelalterlichen Pflanzenkunde Hildegards von Bingen.

In wissenschaftlicher Literatur zur Pflanzenheilkunde Hildegards wird die historische Bezeichnung „Reynfan“ beziehungsweise Rainfarn mit der heutigen Art Tanacetum vulgare gleichgesetzt.

Damit ist Rainfarn nicht lediglich eine moderne Ergänzung des heutigen Hildegard-and-more-Sortiments, sondern eine Pflanze, die bereits im mittelalterlichen Hildegard-Kontext beschrieben wurde.

Historische Anwendungen werden heute selbstverständlich kulturgeschichtlich betrachtet und nicht als moderne Dosierungs- oder Therapieempfehlungen übernommen.

→ Wissenschaftliche Publikation zu den pflanzlichen Heilmitteln Hildegards von Bingen

Historisch ja – heutige Bewertung trotzdem anders

Mittelalterliche Verwendung ist keine moderne Anwendungsempfehlung

Die historische Verwendung von Rainfarn reicht weit zurück und umfasste sehr unterschiedliche Zubereitungen.

Heute ist zugleich wesentlich mehr über die Chemie und Toxikologie einzelner Rainfarnstoffe bekannt.Insbesondere Thujon wird regulatorisch deutlich genauer bewertet, als dies in vormoderner Pflanzenkunde möglich war.

Deshalb sollte Rainfarn historisch durchaus ausführlich beschrieben werden – die damaligen Anwendungen dürfen aber nicht unkritisch als heutige Empfehlung übernommen werden.

Gerade bei dieser Pflanze zeigt sich besonders gut, wie sich historische Pflanzenkunde und moderne Naturstoffanalytik sinnvoll ergänzen können, ohne miteinander verwechselt zu werden.

Wissenschaftlich sauber eingeordnet

Laborergebnisse sind kein Wirkversprechen für HAM037

Rainfarn wird in zahlreichen experimentellen Studien untersucht.Dabei kommen jedoch sehr unterschiedliche Zubereitungen zum Einsatz:

  • •ätherische Öle,
  • •Wasserextrakte,
  • •ethanolische beziehungsweise hydroalkoholische Extrakte,
  • •Methanol- oder andere Labor-Extrakte sowie
  • •isolierte Einzelstoffe.

Ergebnisse solcher Forschungspräparate dürfen nicht automatisch auf den Rainfarn Extrakt von Hildegard and more übertragen werden.

Die wissenschaftlichen Informationen auf dieser Seite dienen deshalb der fundierten Erklärung der Pflanze und ihrer Naturstoffgruppen – nicht als Heil-, Behandlungs- oder Vorbeugungsversprechen.

Verpackung

100 ml Braunglas mit Pipettenaufsatz

Der Rainfarn Extrakt wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten.

Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt und eignet sich gut zur Aufbewahrung flüssiger Pflanzenextrakte.

Die Pipette ermöglicht eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.

Nach jeder Entnahme sollte die Flasche wieder sorgfältig verschlossen werden.

Hildegard and more

Familienbetrieb aus Albstadt-Ebingen

Hildegard and more ist ein Familienbetrieb aus Albstadt-Ebingen auf der Schwäbischen Alb.Der eigene Herstellerbetrieb wurde nach Angaben des Unternehmens im November 2017 gegründet.

Der Hersteller beschreibt den Anbau eigener Kräuter als Bestandteil seiner Arbeit.Beim Rainfarn Extrakt ist der verwendete Rainfarn in der aktuellen Produktdeklaration ausdrücklich als aus eigenem Anbau ausgewiesen.

Die aktuelle offizielle Herstelleranschrift lautet:

Hildegard and more
Caterina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt-Ebingen

→ Mehr über Hildegard and more

Aufbewahrung & Sicherheit

Produktkennzeichnung beachten

  • •In der Originalflasche aufbewahren.
  • •Nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen.
  • •Vor direkter Sonneneinstrahlung und starker Wärme schützen.
  • •Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • •Aufgrund des Alkoholgehaltes von offenen Flammen und Zündquellen fernhalten.
  • •Analysedaten ätherischer Rainfarnöle nicht auf diesen Pflanzenextrakt übertragen.
  • •Für die konkrete Verwendung sind die Hinweise auf der Produktverpackung beziehungsweise die Herstellerangaben maßgeblich.
Weiterführende Quellen

Rainfarn wissenschaftlich genauer betrachtet

Botanik

Taxonomische Einordnung und natürliches Verbreitungsgebiet von Tanacetum vulgare.

Royal Botanic Gardens, Kew

Kew Plants of the World Online öffnen →

Rainfarn in Deutschland

Botanische Merkmale, Lebensraum und Status von Tanacetum vulgare.

FloraWeb / Bundesamt für Naturschutz

FloraWeb öffnen →

Chemotypen

Untersuchung von Rainfarn aus 40 Standorten mit sieben unterschiedlichen Hauptchemotypen.

PubMed öffnen →

Umfassendes Naturstoffprofil

UHPLC-HRMS-Untersuchung mit 107 identifizierten Verbindungen aus Phenolsäuren, Flavonoiden, Terpenoiden und weiteren Stoffgruppen.

PubMed öffnen →

Phenolsäuren & Flavonoide

HPLC-Untersuchung mit Chlorogensäure, Rosmarinsäure und Luteolin-7-glucosid.

PubMed öffnen →

Blätter, Blüten & Thujon

Aktuelle Untersuchung verschiedener Rainfarnpopulationen zu Phenolen, Flavonoiden, Tanninen und variierendem Thujongehalt.

PubMed öffnen →

Campher-Chemotyp

Analytik eines Rainfarnöls mit Campher als Hauptbestandteil sowie Chrysanthenylacetat, Thujon, 1,8-Cineol und weiteren Monoterpenen.

PubMed öffnen →

Thujon & Sicherheit

Offizielle wissenschaftliche Stellungnahme der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu Thujon in pflanzlichen Arzneimitteln.

EMA öffnen →

Hildegard & Rainfarn

Wissenschaftliche Aufarbeitung pflanzlicher Heilmittel Hildegards mit Zuordnung von „Reynfan“ zu Tanacetum vulgare.

Publikation öffnen →

Hildegard and more

Offizielle Herstellerseite mit Informationen zum Familienbetrieb und eigenen Herstellerbetrieb.

Herstellerseite öffnen →

Häufige Fragen

Fragen zum Rainfarn Extrakt

Was enthält der Rainfarn Extrakt?
Die aktuelle Produktdeklaration nennt Rainfarn aus eigenem Anbau, Alkohol und destilliertes Wasser. Der Alkoholgehalt beträgt 60 % vol.
Wie lautet der botanische Name des Rainfarns?
Rainfarn trägt den wissenschaftlichen Namen Tanacetum vulgare L. und gehört zur Familie der Korbblütler, den Asteraceae.
Stammt der Rainfarn aus eigenem Anbau?
Ja. Der verwendete Rainfarn ist in der aktuellen Produktdeklaration ausdrücklich als aus eigenem Anbau stammend ausgewiesen.
Enthält Rainfarn Thujon?
Tanacetum vulgare kann α- und β-Thujon bilden. Die Konzentration variiert jedoch außerordentlich stark zwischen unterschiedlichen Chemotypen und Pflanzenherkünften.
Wie viel Thujon enthält dieser Extrakt?
Für den Rainfarn Extrakt von Hildegard and more ist kein definierter Thujongehalt ausgewiesen. Werte aus anderen Pflanzenproben oder aus ätherischem Rainfarnöl dürfen nicht als Produktgehalt übernommen werden.
Ist Thujon immer der Hauptbestandteil von Rainfarn?
Nein. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zahlreiche Rainfarn-Chemotypen. Neben α- oder β-Thujon können beispielsweise Campher, 1,8-Cineol, Chrysanthenon oder Chrysanthenylverbindungen dominieren.
Was ist ein Chemotyp?
Als Chemotyp bezeichnet man Pflanzen derselben botanischen Art, die sich deutlich in der Zusammensetzung bestimmter natürlicher Inhaltsstoffe unterscheiden. Bei Rainfarn ist diese chemische Variabilität besonders ausgeprägt.
Ist Rainfarnextrakt dasselbe wie ätherisches Rainfarnöl?
Nein. Ätherisches Öl konzentriert vor allem flüchtige Terpene. Ein alkoholisch-wässriger Extrakt kann zusätzlich zahlreiche Phenolsäuren, Flavonoide, Tannine und andere Naturstoffe enthalten. Prozentwerte aus ätherischem Öl sind daher nicht auf diesen Extrakt übertragbar.
Welche weiteren Pflanzenstoffe sind für Rainfarn bekannt?
Für Tanacetum vulgare wurden unter anderem Chlorogensäure, Rosmarinsäure, Luteolin-Derivate, verschiedene weitere Flavonoide, Tannine, Sesquiterpenlactone und zahlreiche Terpenverbindungen beschrieben.
Was ist Chlorogensäure?
Chlorogensäure gehört zu den Caffeoylchinasäuren und ist ein weit verbreiteter pflanzlicher Phenolstoff. Sie wurde auch in wissenschaftlich untersuchten Rainfarnextrakten nachgewiesen.
Enthält Rainfarn Rosmarinsäure?
Rosmarinsäure wurde in bestimmten wissenschaftlich untersuchten Tanacetum-vulgare-Extrakten identifiziert. Für das fertige Hildegard-and-more-Produkt ist jedoch kein definierter Rosmarinsäuregehalt ausgewiesen.
Enthält Rainfarn Flavonoide?
Ja. Wissenschaftliche Untersuchungen beschreiben verschiedene Flavonoide und Flavonoidglykoside, darunter Luteolin-Verbindungen sowie in bestimmten Extrakten Jaceosidin, Eupatorin, Chrysoeriol und Diosmetin.
Was sind Sesquiterpenlactone?
Sesquiterpenlactone sind natürliche Pflanzenstoffe, die besonders bei Korbblütlern verbreitet sind. Auch für die oberirdischen Teile von Tanacetum vulgare wurden verschiedene Vertreter dieser Stoffgruppe beschrieben.
Warum ist Thujon sicherheitsrelevant?
Thujon besitzt eine dosisabhängige neurotoxikologische Relevanz und wird deshalb von der Europäischen Arzneimittel-Agentur bei thujonhaltigen pflanzlichen Arzneimitteln besonders berücksichtigt. Entscheidend ist jedoch die tatsächliche Exposition, nicht allein das Vorkommen der Pflanze in einem Produkt.
Hat Rainfarn tatsächlich einen Bezug zu Hildegard von Bingen?
Ja. Wissenschaftliche Literatur zur Pflanzenkunde Hildegards ordnet die historische Bezeichnung „Reynfan“ dem heutigen Tanacetum vulgare zu. Historische Anwendungen sind kulturgeschichtlich interessant, werden heute aber nicht als moderne medizinische Anwendungsempfehlung übernommen.
Wie hoch ist der Alkoholgehalt?
Der Rainfarn Extrakt besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.
Ist der Extrakt auf Thujon oder andere Pflanzenstoffe standardisiert?
Eine Standardisierung auf α- oder β-Thujon, Campher, 1,8-Cineol, Chlorogensäure, Rosmarinsäure, Flavonoide oder andere Einzelstoffe ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen nicht ausgewiesen.
Können sich einzelne Chargen unterscheiden?
Ja. Chemotyp, Standort, Klima, Erntezeitpunkt, Pflanzenteil, Trocknung und Extraktionsbedingungen können das natürliche Pflanzenstoffprofil erheblich beeinflussen. Bei Rainfarn ist diese natürliche Variabilität besonders gut wissenschaftlich dokumentiert.
Warum wird der Extrakt in Braunglas abgefüllt?
Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt. Der Pipettenaufsatz ermöglicht zusätzlich eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.
Produktdaten

Rainfarn Extrakt auf einen Blick

  • •Produkt: Rainfarn Extrakt
  • •Hersteller: Hildegard and more
  • •Artikelnummer: HAM037
  • •Füllmenge: 100 ml
  • •Pflanzlicher Bestandteil: Rainfarn aus eigenem Anbau
  • •Botanische Einordnung: Tanacetum vulgare L.
  • •Weitere Bestandteile: Alkohol, destilliertes Wasser
  • •Alkoholgehalt: 60 % vol.
  • •Form: alkoholisch-wässriger Pflanzenextrakt
  • •Standardisierung: kein definierter Thujon- oder Einzelstoffgehalt ausgewiesen
  • •Verpackung: 100-ml-Braunglasflasche
  • •Verschluss: Pipettenaufsatz
  • •Herstelleranschrift: Hildegard and more, Caterina Cerasale, Johannes-Mauthe-Str. 14, 72458 Albstadt-Ebingen
Diesen Artikel haben wir am 23.03.2026 in unseren Katalog aufgenommen.
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Hersteller Informationen
Hildegard and more
Catherina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
DEUTSCHLAND

Telefon: (+49) 07431-9334147
E-Mail: info@hildegardandmore.de
Kontakt Hersteller
Hildegard and more
Caterina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
Germany

www.hildegardandmore.de
info@hildegardandmore.de
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