Einstellungen
Versandland
Ihr Merkzettel ist leer.
Ihr Warenkorb ist leer.
Schnellkauf

Bitte geben Sie eine Artikelnummer ein.

Walnussblatt Extrakt, 100 ml

Art.Nr.: HAM026
Walnussblatt Extrakt, 100 ml
Walnussblatt Extrakt, 100 ml
Lieferzeit: 1-3 Tage
25,70 EUR257,00 EUR pro Liter
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten
In den Warenkorb
Produktbeschreibung
Hildegard and more
Hildegard and more · Walnussblatt aus eigenem Anbau

Walnussblatt Extrakt – 100 ml

Walnussblätter besitzen ein deutlich anderes Pflanzenstoffprofil als die bekannten Walnusskerne. Wissenschaftlich besonders gut untersucht sind die Blätter des Echten Walnussbaumes Juglans regia L. mit einem vielfältigen Spektrum aus Gerbstoffen, Flavonoiden, Hydroxyzimtsäuren und charakteristischen Naphthochinon-Verbindungen. Besonders bekannt ist Juglon – ein Naturstoff, dessen Vorkommen stark von Frische, Alter und Verarbeitung der Blätter abhängt. Der Walnussblatt Extrakt von Hildegard and more enthält Walnussblatt aus eigenem Anbau, Alkohol und destilliertes Wasser, besitzt 60 % vol. Alkohol und wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten. Ein bestimmter Juglon-, Gerbstoff- oder Flavonoidgehalt ist für das Fertigprodukt nicht ausgewiesen.

Inhalt 100 ml
Pflanzenrohstoff Walnussblatt aus eigenem Anbau
Alkoholgehalt 60 % vol.
Die Rezeptur

Walnussblatt aus eigenem Anbau

Der Walnussblatt Extrakt gehört zu den klar zusammengesetzten Einzelpflanzen-Auszügen von Hildegard and more.

Die aktuelle Produktdeklaration nennt:

  • •Walnussblatt aus eigenem Anbau
  • •Alkohol
  • •destilliertes Wasser

Der Alkoholgehalt des fertigen Produktes beträgt 60 % vol.

Der Hinweis auf den Eigenanbau ist bei diesem Artikel besonders hervorzuheben: Während bei vielen anderen Pflanzen des Sortiments keine konkrete Herkunft des einzelnen Rohstoffes ausgewiesen ist, wird das Walnussblatt ausdrücklich als aus eigenem Anbau deklariert.

Der vollständige botanische Artname ist in der Produktdeklaration nicht zusätzlich angegeben. Die wissenschaftlich und historisch maßgebliche Walnussart Juglans regia wird deshalb als Referenzart erläutert.

Botanik

Juglans regia – der Echte Walnussbaum

Die wissenschaftlich besonders gut dokumentierte Walnuss trägt den botanischen Namen:

Juglans regia L.

Sie gehört zur Familie der Walnussgewächse – den Juglandaceae.

Royal Botanic Gardens, Kew, führt Juglans regia als anerkannte Art. Das ursprüngliche natürliche Verbreitungsgebiet reicht nach heutiger Kew-Einordnung von der nordöstlichen und östlichen Türkei über den Kaukasus, Iran, Irak und Pakistan bis in den westlichen Himalaya.

In weiten Teilen Europas – darunter Deutschland – wurde der Walnussbaum seit sehr langer Zeit kultiviert und ist heute vielerorts eingebürgert.

→ Juglans regia bei Royal Botanic Gardens, Kew

Nicht die Nuss

Walnussblatt ist ein eigenständiger Pflanzenrohstoff

Bei „Walnuss“ denken die meisten zunächst an den essbaren Nusskern.

Für die Pflanzenkunde müssen jedoch mehrere vollkommen unterschiedliche Rohstoffe auseinandergehalten werden:

  • •Walnussblätter
  • •grüne Fruchtschalen
  • •harte Nussschalen
  • •Walnusskerne
  • •Knospen und Rinde.

Alle diese Pflanzenteile besitzen unterschiedliche chemische Profile.

Forschung zu Walnusskernen, Walnussöl oder grünen Nussschalen kann deshalb nicht einfach auf einen Walnussblatt-Extrakt übertragen werden.

HAM026 wird ausdrücklich mit Walnussblatt hergestellt.

Europäische Arzneipflanzenmonographie

Juglandis folium – Walnussblatt

Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt Walnussblatt unter der pharmazeutischen Bezeichnung:

Juglandis folium

und definiert den Rohstoff ausdrücklich als Blatt von:

Juglans regia L.

Die EMA beschreibt für ihre traditionelle pflanzliche Arzneizubereitung getrocknete und zerkleinerte Walnussblätter, die als Dekokt – also durch Auskochen mit Wasser – für eine äußerliche Anwendung aufbereitet werden.

Damit bestätigt die Monographie Walnussblatt als eigenständig bewerteten europäischen Pflanzenrohstoff.

Der 60-%-Alkoholextrakt von Hildegard and more ist allerdings eine andere Zubereitungsform und darf nicht automatisch mit der EMA-Wasserzubereitung gleichgesetzt werden.

→ Juglandis folium bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur

Gerbstoffe

Ellagitannine prägen das Blattprofil

Walnussblätter sind reich an Gerbstoffen.

Das wissenschaftliche Assessment der EMA beschreibt für getrocknete Blätter von Juglans regia insbesondere Ellagitannine.

In historischen pharmazeutischen Quellen werden für das Blattmaterial Gesamtgerbstoffgehalte im Bereich von ungefähr 10 % beschrieben.

Ellagitannine gehören zu den hydrolysierbaren Tanninen. Bei ihrer chemischen beziehungsweise biologischen Spaltung können unter anderem Ellagsäure- beziehungsweise verwandte Strukturen entstehen.

Für HAM026 ist jedoch kein Gesamtgerbstoff- oder Ellagitanningehalt ausgewiesen.

Der Literaturwert des getrockneten Blattes darf deshalb nicht als Prozentwert des fertigen Flüssigextraktes verstanden werden.

→ EMA Assessment Report zu Juglans regia folium

Juglon

Der bekannteste Walnussstoff – aber chemisch alles andere als einfach

Zu den bekanntesten sekundären Pflanzenstoffen des Walnussbaumes gehört Juglon.

Chemisch handelt es sich um:

5-Hydroxy-1,4-naphthochinon

und damit um ein Naphthochinon.

Juglon kommt nicht in allen Pflanzenteilen und Entwicklungsstadien in identischer Form vor. In frischem Walnussgewebe liegen verwandte Verbindungen teilweise zunächst als reduzierte beziehungsweise glykosidisch gebundene Vorstufen vor.

Durch enzymatische und oxidative Prozesse kann daraus freies Juglon entstehen.

Genau deshalb hängt ein gemessener Juglonwert stark davon ab:

  • •ob frisches oder getrocknetes Material untersucht wird,
  • •welcher Pflanzenteil analysiert wird,
  • •wie alt die Probe ist und
  • •wie sie verarbeitet und gelagert wurde.

Für HAM026 ist kein definierter Juglongehalt angegeben.

Frischblatt ≠ Trockenblatt

Juglon ist instabil

Gerade bei Walnussblatt ist die Unterscheidung zwischen frischem und getrocknetem Pflanzenmaterial besonders wichtig.

Der EMA-Assessment-Report weist darauf hin, dass Juglon instabil ist.

In frischem Pflanzenmaterial können Juglon beziehungsweise entsprechende Vorstufen deutlich relevanter sein. Während Trocknung und Lagerung wird freies Juglon jedoch leicht verändert und polymerisiert unter anderem zu gelblichen, braunen und schwarzen Verbindungen.

Die EMA stellt deshalb fest, dass freies Juglon in getrockneten Walnussblättern nur noch in Spuren vorhanden sein kann.

In einem dort zitierten Extrakt aus getrockneten Blättern konnte Juglon sogar nicht nachgewiesen werden.

Das bedeutet für HAM026: Da die aktuelle Produktdeklaration zwar „Walnussblatt aus eigenem Anbau“, aber nicht den Zustand des Rohmaterials und keinen analytischen Juglonwert nennt, darf weder ein hoher noch ein niedriger Juglongehalt behauptet werden.

Hydrojuglon

Juglon besitzt pflanzliche Vorstufen

Walnussblätter enthalten Naphthochinon-Verbindungen nicht ausschließlich als fertiges freies Juglon.

In frischem Pflanzenmaterial ist unter anderem eine glykosidisch gebundene reduzierte Form beschrieben:

Hydrojuglon-Glucosid

beziehungsweise chemisch verwandte Hydroxy-Naphthalin-Glykoside.

Enzymatische Prozesse können diese Verbindungen verändern und zur Bildung von Juglon beitragen.

Neuere phytochemische Forschung zeigt darüber hinaus, dass Walnussblätter zahlreiche weitere Juglon-Glykoside und verwandte Naphthalen-Derivate enthalten können.

Diese chemische Dynamik ist einer der Gründe, weshalb eine einfache Angabe „enthält Juglon“ das tatsächliche Pflanzenstoffprofil nur sehr unvollständig beschreibt.

40 Metaboliten

Walnussblätter sind phytochemisch ausgesprochen komplex

Eine umfangreiche phytochemische Untersuchung von Juglans-regia-Blättern aus dem Jahr 2017 isolierte und charakterisierte insgesamt 40 unterschiedliche Metaboliten.

Die Verbindungen gehörten verschiedenen Stoffgruppen an:

  • •Megastigmane
  • •Tetralone
  • •Phenylpropanoide
  • •Neolignane
  • •Juglon-Glykoside.

Diese Arbeit zeigt besonders deutlich, dass die Pflanzenchemie der Walnussblätter weit über die oft genannten Schlagworte „Gerbstoffe und Juglon“ hinausgeht.

→ Phytochemical study of Juglans regia leaves

Flavonoide

Quercetin-, Myricetin- und Kaempferol-Verbindungen

Walnussblätter besitzen ein umfangreich untersuchtes Flavonoidprofil.

Zu den wissenschaftlich beschriebenen Flavonoiden beziehungsweise Flavonoidglykosiden gehören unter anderem:

  • •Quercitrin – Quercetin-3-O-rhamnosid
  • •Hyperosid – Quercetin-3-O-galactosid
  • •Quercetin-3-O-arabinosid
  • •Quercetin-3-O-xylosid
  • •Myricetin-Glykoside
  • •Kaempferol-Glykoside
  • •Taxifolin-Derivate.

Eine HPLC-MS/MS-Untersuchung identifizierte allein 17 unterschiedliche Flavonoid- und verwandte phenolische Verbindungen in untersuchten Walnussblättern.

In dieser konkreten Probe war Quercitrin der mengenmäßig auffälligste der untersuchten Flavonoidmarker.

Solche Messwerte sind jedoch chargen-, sorten- und methodenabhängig und stellen keine Analyse von HAM026 dar.

→ Flavonoidprofil von Juglans-regia-Blättern

Quercitrin & Hyperosid

Zwei wichtige Quercetin-Glykoside

Quercetin kommt in Pflanzen häufig nicht ausschließlich als freies Molekül vor, sondern ist an unterschiedliche Zucker gebunden.

Zwei charakteristische Beispiele aus Walnussblättern sind:

  • •Quercitrin: Quercetin + Rhamnose
  • •Hyperosid: Quercetin + Galactose.

Obwohl beide Verbindungen denselben Flavonol-Grundkörper besitzen, unterscheiden sie sich durch den gebundenen Zucker und damit auch in verschiedenen physikalisch-chemischen Eigenschaften.

Für HAM026 ist weder Quercitrin noch Hyperosid mengenmäßig standardisiert.

Phenolsäuren

Chlorogensäuren und Hydroxyzimtsäuren

Walnussblätter enthalten außerdem ein ausgeprägtes Profil verschiedener Hydroxyzimtsäuren.

In wässrigen Blattextrakten wurden beispielsweise nachgewiesen:

  • •Kaffeesäure
  • •Ferulasäure
  • •p-Cumarsäure
  • •Sinapinsäure
  • •verschiedene Caffeoylchinasäuren
  • •Dicaffeoylchinasäuren
  • •Feruloylchinasäuren
  • •p-Coumaroylchinasäuren.

Eine chromatographische Untersuchung erfasste insgesamt 15 unterschiedliche Hydroxyzimtsäure-Derivate in untersuchten Walnussblättern.

→ Hydroxyzimtsäuren in Juglans-regia-Blättern

3-O-Caffeoylchinasäure

Auch hydroethanolische Extrakte wurden untersucht

Für Walnussblätter existieren auch Untersuchungen hydroethanolischer Extrakte.

In einer wissenschaftlichen Arbeit, die einen solchen Blattextrakt als möglichen kosmetischen Pflanzenrohstoff untersuchte, gehörten beispielsweise:

  • •3-O-Caffeoylchinasäure
  • •Quercetin-O-pentosid
  • •Quercetin-3-O-glucosid

zu den mengenmäßig auffälligeren phenolischen Verbindungen der untersuchten Probe.

Das ist für einen alkoholisch-wässrigen Walnussblatt-Auszug wissenschaftlich interessant.

Die dort verwendete Extraktionsmethode und deren Konzentrationen sind jedoch nicht mit HAM026 gleichzusetzen.

→ Hydroethanolischer Walnussblatt-Extrakt in der Forschung

Ellagsäure

Gerbstoffchemie und phenolisches Profil

Auch Ellagsäure wird regelmäßig im Zusammenhang mit Walnussblättern analytisch erfasst.

Sie steht chemisch in engem Zusammenhang mit der Gruppe der Ellagitannine.

In einer Untersuchung verschiedener Walnusssorten wurden gleichzeitig:

  • •Ellagsäure,
  • •Rutin,
  • •Myricetin und
  • •Juglon

über mehrere Erntezeitpunkte hinweg bestimmt.

Die Ergebnisse unterschieden sich deutlich zwischen Sorte und Erntedatum.

→ Saisonale Veränderung von Walnussblatt-Phenolen

Der Erntezeitpunkt zählt

Walnussblätter verändern sich im Jahresverlauf

Walnussblätter besitzen kein über die gesamte Vegetationsperiode konstantes Pflanzenstoffprofil.

Eine Untersuchung von neun verschiedenen Walnusssorten analysierte zwischen Juni und August unter anderem:

  • •Ellagsäure,
  • •Rutin,
  • •Myricetin und
  • •Juglon.

Sowohl die Walnusssorte als auch der Zeitpunkt der Probennahme beeinflussten die gemessenen Konzentrationen signifikant.

Auch zwischen genetisch unterschiedlichen Bäumen unter denselben Anbaubedingungen können daher deutliche Unterschiede auftreten.

Gerade bei einem Produkt mit Walnussblatt aus eigenem Anbau ist dieser Zusammenhang interessant: Der Eigenanbau schafft zwar eine nachvollziehbare Herkunft, bedeutet aber nicht automatisch eine analytisch identische Naturstoffkonzentration von Jahr zu Jahr.

60 % vol. Alkohol

Hydroalkoholischer Blattauszug

HAM026 besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.

Ethanol und Wasser besitzen unterschiedliche Lösungseigenschaften. Ein hydroalkoholisches Gemisch kann deshalb verschiedene Stoffgruppen aus Walnussblättern lösen.

Dazu können grundsätzlich beispielsweise gehören:

  • •Flavonoidglykoside,
  • •Phenolsäuren,
  • •bestimmte Gerbstoffbestandteile,
  • •Naphthochinon-Derivate und
  • •weitere mittelpolare Naturstoffe.

Welche Stoffe tatsächlich in welchem Umfang extrahiert werden, hängt jedoch zusätzlich ab von:

  • •Frische oder Trocknung des Ausgangsmaterials,
  • •Erntezeitpunkt,
  • •Zerkleinerungsgrad,
  • •Pflanzen-Flüssigkeits-Verhältnis,
  • •Extraktionsdauer,
  • •Temperatur und
  • •Lagerungsbedingungen.

Aus der Angabe „60 % vol.“ lässt sich deshalb weder ein Juglon- noch ein Gerbstoff- oder Flavonoidgehalt berechnen.

Nicht dasselbe wie die EMA-Zubereitung

Wasser-Dekokt und Alkoholextrakt klar unterscheiden

Die EMA-Monographie zu Juglandis folium beschreibt eine traditionelle Zubereitung aus zerkleinerten getrockneten Walnussblättern und Wasser.

Dabei wird ein Dekokt hergestellt – das Pflanzenmaterial wird also ausgekocht.

HAM026 ist dagegen ein alkoholisch-wässriger Extrakt mit 60 % vol.

Diese beiden Zubereitungsformen können sich deutlich darin unterscheiden, welche Naturstoffe und welche Mengen einzelner Verbindungen in die Flüssigkeit übergehen.

Deshalb wird die EMA-Monographie zur botanischen und historischen Einordnung verwendet, aber nicht als Wirksamkeitsnachweis oder Analysedatensatz des Hildegard-and-more-Produktes.

Nicht standardisiert

Keine definierten Juglon-, Gerbstoff- oder Flavonoidwerte

Für den Walnussblatt Extrakt von Hildegard and more ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen keine Standardisierung auf einzelne Naturstoffe ausgewiesen.

Insbesondere wird kein definierter Gehalt angegeben für:

  • •Juglon
  • •Hydrojuglon-Verbindungen
  • •Gesamtgerbstoffe
  • •Ellagitannine
  • •Quercitrin
  • •Hyperosid
  • •Myricetin
  • •Kaempferol-Derivate
  • •Ellagsäure
  • •Chlorogen- beziehungsweise Caffeoylchinasäuren.

HAM026 wird deshalb als komplexer Walnussblatt-Auszug und nicht als standardisiertes Juglon- oder Gerbstoffpräparat beschrieben.

Hildegard von Bingen

Der Nussbaum besitzt einen direkten Physica-Bezug

Der historische Hildegard-Bezug ist bei Walnuss besonders gut dokumentiert.

Im dritten Buch der Physica, das sich mit Bäumen beschäftigt, findet sich:

Kapitel III – Nuszbaum / Nux

Historisch-botanische Fachliteratur ordnet diesen Nussbaum eindeutig:

Juglans regia L. – Walnussbaum

zu.

Damit gehört die Walnuss zu den Pflanzen beziehungsweise Bäumen, für die kein moderner Hildegard-Zusammenhang konstruiert werden muss. Der Baum ist unmittelbar Bestandteil ihrer überlieferten Naturkunde.

→ Wissenschaftliche Aufarbeitung der Hildegard-Pflanzen

Besonders interessant

Hildegard beschreibt ausdrücklich die Blätter

Für HAM026 ist der historische Zusammenhang besonders passend: Hildegard beschäftigt sich beim Nussbaum nicht nur mit den Nüssen, sondern ausdrücklich auch mit den Blättern.

In modernen wissenschaftlichen Aufarbeitungen der Physica wird beschrieben, dass Hildegard insbesondere junge beziehungsweise frische Blätter vor der vollständigen Fruchtreife berücksichtigt.

Sie unterscheidet dabei sogar zwischen unterschiedlichen Entwicklungsstadien des Baumes und vertritt die mittelalterliche Vorstellung, dass sich die pflanzliche „Kraft“ während der Fruchtentwicklung vom Blatt stärker in die Früchte verlagere.

Unabhängig von der damaligen physiologischen Erklärung ist bemerkenswert: Das Walnussblatt selbst ist tatsächlich Gegenstand des mittelalterlichen Hildegard-Textes.

Das macht den historischen Bezug dieses Produktes deutlich belastbarer als bei vielen modernen Sortimentsergänzungen.

Mittelalter & moderne Botanik

Eine interessante Parallele beim Erntezeitpunkt

Historisch bewertete Hildegard Blätter abhängig vom Entwicklungszustand des Baumes unterschiedlich.

Die heutige Pflanzenchemie erklärt solche Veränderungen selbstverständlich nicht mit der mittelalterlichen Säftelehre. Moderne Analytik bestätigt jedoch tatsächlich, dass sich das chemische Profil von Walnussblättern im Laufe der Vegetationsperiode verändert.

Untersuchungen zeigen saisonale Veränderungen unter anderem bei:

  • •Juglon,
  • •Myricetin,
  • •Rutin,
  • •Ellagsäure und
  • •verschiedenen Hydroxyzimtsäuren.

Die historische Beobachtung einer Veränderung der Blätter im Jahresverlauf und die heutige analytische Feststellung saisonal wechselnder Pflanzenstoffprofile beruhen auf völlig unterschiedlichen Wissenssystemen – treffen aber beide auf denselben grundsätzlichen Umstand: Ein Blatt ist chemisch nicht zu jedem Zeitpunkt identisch.

Historisch präzise

Echte Hildegard-Pflanze – heutiger Alkoholextrakt

Der Bezug lässt sich deshalb besonders sauber formulieren:

  • •Der Walnussbaum ist direkt in Hildegards Physica dokumentiert.
  • •Hildegard beschreibt ausdrücklich auch die Blätter.
  • •Die historische Pflanzenzuordnung zu Juglans regia ist sehr gut belegt.
  • •HAM026 ist dagegen eine heutige Zubereitung mit 60 % vol. Alkohol.

Der historische Pflanzenbezug ist also unmittelbar vorhanden. Der moderne Alkoholextrakt wird dennoch nicht als unveränderte mittelalterliche Originalrezeptur dargestellt.

Eigenanbau

Ein besonderer Punkt dieses Produktes

Das für HAM026 verwendete Walnussblatt wird ausdrücklich als „aus eigenem Anbau“ deklariert.

Hildegard and more beschreibt auf seiner offiziellen Herstellerseite eine eigene Gärtnerei auf der Schwäbischen Alb und gibt an, dort verschiedene Kräuter beziehungsweise Pflanzen für die eigene Herstellung anzubauen.

Beim Walnussblatt wird dieser Herkunftshinweis direkt auf Produktebene genannt.

Eigenanbau bedeutet dabei vor allem eine nachvollziehbare Rohstoffherkunft. Er bedeutet nicht automatisch, dass jede Ernte analytisch identische Konzentrationen an Juglon, Flavonoiden oder Gerbstoffen aufweist.

Gerade die wissenschaftlich belegte jahreszeitliche und genetische Variabilität von Walnussblättern zeigt, dass auch kontrolliert angebaute Naturrohstoffe natürliche Schwankungen besitzen können.

Forschung richtig eingeordnet

Walnussblattforschung ist keine Produktanalyse von HAM026

Zu Juglans regia existiert umfangreiche wissenschaftliche Forschung.

Dabei werden jedoch sehr unterschiedliche Materialien untersucht:

  • •frische Walnussblätter,
  • •getrocknete Blätter,
  • •Wasserextrakte,
  • •Methanolextrakte,
  • •hydroethanolische Extrakte,
  • •grüne Fruchtschalen,
  • •Nusskerne,
  • •isoliertes Juglon oder andere Einzelstoffe.

Diese Materialien besitzen keine identische chemische Zusammensetzung.

Forschungsergebnisse zu bestimmten Proben oder isolierten Stoffen werden deshalb nicht automatisch auf den Walnussblatt Extrakt von Hildegard and more übertragen.

Die wissenschaftlichen Informationen dieser Seite dienen der fundierten Pflanzenkunde und der Erklärung des Rohstoffes – nicht als Heil-, Therapie- oder Vorbeugungsversprechen.

Verpackung

100 ml Braunglas mit Pipettenaufsatz

Der Walnussblatt Extrakt wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten.

Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt und eignet sich gut zur Aufbewahrung flüssiger Pflanzenextrakte.

Die Pipette ermöglicht eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.

Nach jeder Entnahme sollte die Flasche wieder sorgfältig verschlossen werden.

Hildegard and more

Eigener Herstellerbetrieb und eigener Pflanzenanbau

Hildegard and more ist ein Familienbetrieb aus Albstadt auf der Schwäbischen Alb. Nach Angaben des Unternehmens wurde der eigene Herstellerbetrieb im November 2017 gegründet.

Der Hersteller beschreibt auf seiner offiziellen Seite eine eigene Gärtnerei, in der verschiedene Pflanzen und Kräuter angebaut werden.

Beim Walnussblatt Extrakt wird der verwendete Pflanzenrohstoff ausdrücklich als Walnussblatt aus eigenem Anbau deklariert.

Die aktuelle offizielle Unternehmensanschrift lautet:

Hildegard and more GbR
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt

→ Mehr über Hildegard and more

Aufbewahrung

Geschützt und gut verschlossen lagern

  • •In der Originalflasche aufbewahren.
  • •Nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen.
  • •Vor direkter Sonneneinstrahlung und starker Wärme schützen.
  • •Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • •Aufgrund des Alkoholgehaltes von offenen Flammen und Zündquellen fernhalten.
  • •Literaturwerte zu Juglon, Gerbstoffen oder Flavonoiden nicht als Gehaltswerte dieses Produktes verstehen.
  • •Für die konkrete Verwendung sind Produktkennzeichnung und Herstellerangaben maßgeblich.
Weiterführende Quellen

Walnussblatt wissenschaftlich genauer betrachtet

Juglans regia – Botanik

Taxonomische Einordnung und natürliches Verbreitungsgebiet des Echten Walnussbaumes.

Kew Plants of the World Online öffnen →

Juglandis folium – EMA

Europäische Pflanzenmonographie zum Walnussblatt von Juglans regia.

EMA öffnen →

Gerbstoffe & Juglon

Wissenschaftlicher EMA-Assessment-Report mit Ellagitanninen, Juglon, Juglon-Vorstufen und Flavonoiden.

EMA Assessment Report öffnen →

40 Blattmetaboliten

Umfassende phytochemische Untersuchung mit Megastigmanen, Tetralonen, Phenylpropanoiden, Neolignanen und Juglon-Glykosiden.

PubMed öffnen →

Flavonoide

HPLC-MS/MS-Untersuchung mit Quercitrin, Hyperosid, Quercetin-, Myricetin- und Kaempferol-Glykosiden.

PubMed öffnen →

Hydroxyzimtsäuren

Analyse verschiedener Chlorogen-, Caffeoyl-, Feruloyl- und Coumaroylchinasäure-Derivate in Walnussblättern.

PubMed öffnen →

Saisonale Veränderungen

Untersuchung von Ellagsäure, Rutin, Myricetin und Juglon in unterschiedlichen Walnusssorten und zu verschiedenen Erntezeitpunkten.

PubMed öffnen →

Hydroethanolischer Blattextrakt

Untersuchung eines hydroethanolischen Walnussblatt-Extraktes mit Caffeoylchinasäure und Quercetin-Derivaten.

PubMed öffnen →

Walnuss bei Hildegard

Wissenschaftliche Aufarbeitung von Hildegards „Nusbaum – Nux“ und Zuordnung zu Juglans regia.

Historische Fachpublikation öffnen →

Hildegard and more

Offizielle Herstellerinformationen zum Familienbetrieb, Herstellerbetrieb und eigenen Pflanzenanbau.

Herstellerseite öffnen →

Häufige Fragen

Fragen zum Walnussblatt Extrakt

Was enthält der Walnussblatt Extrakt?
Die aktuelle Produktdeklaration nennt Walnussblatt aus eigenem Anbau, Alkohol und destilliertes Wasser. Der Alkoholgehalt beträgt 60 % vol.
Stammt das Walnussblatt tatsächlich aus eigenem Anbau?
Ja. Der Pflanzenrohstoff wird in der aktuellen Produktdeklaration ausdrücklich als „Walnussblatt aus eigenem Anbau“ angegeben.
Welche Walnussart ist wissenschaftlich besonders gut untersucht?
Die wissenschaftlich und pharmazeutisch besonders gut dokumentierte Art ist Juglans regia L., der Echte beziehungsweise Persische Walnussbaum. Die Produktdeklaration von HAM026 nennt jedoch keinen botanischen Artnamen; Juglans regia wird deshalb als wissenschaftliche Referenzart erläutert.
Was bedeutet Juglandis folium?
Juglandis folium ist die pharmazeutische Bezeichnung für Walnussblatt von Juglans regia L. Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt dazu eine eigene Pflanzenmonographie.
Ist Walnussblatt dasselbe wie Walnusskern?
Nein. Blätter und Nusskerne sind unterschiedliche Pflanzenteile und besitzen deutlich unterschiedliche chemische Profile. Forschung zu Walnusskernen oder Walnussöl darf deshalb nicht automatisch auf Walnussblätter übertragen werden.
Was ist Juglon?
Juglon ist ein charakteristisches Naphthochinon des Walnussbaumes. Chemisch handelt es sich um 5-Hydroxy-1,4-naphthochinon. Sein tatsächliches Vorkommen hängt stark von Pflanzenteil, Frische, Verarbeitung und Lagerung ab.
Enthalten getrocknete Walnussblätter viel Juglon?
Nicht unbedingt. Die EMA weist darauf hin, dass Juglon instabil ist und in getrockneten Walnussblättern nur in Spuren vorhanden sein kann. Deshalb dürfen Werte aus frischem Pflanzenmaterial nicht auf getrocknete Blätter oder einen Fertigextrakt übertragen werden.
Wie viel Juglon enthält HAM026?
Für den Walnussblatt Extrakt von Hildegard and more ist kein definierter Juglongehalt ausgewiesen. Deshalb wird weder ein hoher noch ein niedriger Produktwert behauptet.
Was ist Hydrojuglon?
Hydrojuglon beziehungsweise entsprechende glykosidisch gebundene Formen gehören zu den pflanzlichen Vorstufen und verwandten Naphthochinon-Verbindungen des Walnussbaumes. Durch enzymatische und oxidative Prozesse können sich diese Verbindungen verändern.
Enthalten Walnussblätter Gerbstoffe?
Ja. Die wissenschaftliche Literatur beschreibt insbesondere Ellagitannine. Literaturwerte des getrockneten Blattmaterials dürfen jedoch nicht als Gerbstoffgehalt des fertigen 60-%-Alkoholextraktes verstanden werden.
Welche Flavonoide sind für Walnussblätter bekannt?
Beschrieben wurden unter anderem Quercitrin, Hyperosid, Quercetin-Arabinoside und -Xyloside, Myricetin-Glykoside, Kaempferol-Derivate und weitere Flavonoide.
Welche Phenolsäuren kommen in Walnussblättern vor?
Untersucht wurden unter anderem Kaffee-, Ferula-, p-Cumar- und Sinapinsäure sowie zahlreiche Caffeoyl-, Feruloyl- und Coumaroylchinasäure-Derivate.
Warum ist der Erntezeitpunkt wichtig?
Untersuchungen zeigen, dass sich unter anderem Juglon, Rutin, Myricetin und Ellagsäure während der Vegetationsperiode verändern können. Zusätzlich beeinflusst die Walnusssorte das Pflanzenstoffprofil.
Ist der 60-%-Alkoholextrakt dasselbe wie die EMA-Walnussblattzubereitung?
Nein. Die EMA-Monographie beschreibt eine wässrige Abkochung aus getrockneten Walnussblättern. HAM026 ist dagegen ein alkoholisch-wässriger Extrakt mit 60 % vol. Beide Zubereitungsformen können unterschiedliche Pflanzenstoffprofile besitzen.
Ist der Extrakt auf einzelne Pflanzenstoffe standardisiert?
Eine Standardisierung auf Juglon, Gerbstoffe, Ellagitannine, Quercitrin, Hyperosid, Myricetin, Ellagsäure oder andere Einzelstoffe ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen nicht ausgewiesen.
Hat Walnussblatt tatsächlich einen Bezug zu Hildegard von Bingen?
Ja. Im dritten Buch der Physica beschreibt Hildegard ausdrücklich den Nussbaum. Historisch-botanische Fachliteratur ordnet ihren „Nusbaum – Nux“ eindeutig Juglans regia L. zu. In dem Kapitel werden ausdrücklich auch die Blätter behandelt.
Hat Hildegard wirklich Walnussblätter beschrieben?
Ja. Hildegard unterscheidet in ihrem Nussbaumkapitel sogar Entwicklungsstadien des Baumes und beschreibt junge beziehungsweise frische Blätter vor vollständiger Fruchtreife. Historische Anwendungsaussagen werden heute jedoch kulturgeschichtlich und nicht als moderne medizinische Empfehlung verstanden.
Ist HAM026 eine originale Hildegard-Rezeptur?
Der Pflanzenrohstoff Walnussblatt besitzt einen direkten Hildegard-Bezug. Daraus folgt jedoch nicht, dass ein heutiger 60-%-Alkoholextrakt in einer 100-ml-Braunglasflasche exakt einer mittelalterlichen Originalzubereitung entspricht.
Können sich einzelne Chargen unterscheiden?
Ja. Sorte, Baum, Standort, Wetter, Entwicklungsstadium, Erntezeitpunkt, Trocknung, Lagerung und Extraktionsbedingungen können das natürliche Pflanzenstoffprofil beeinflussen.
Warum wird der Extrakt in Braunglas abgefüllt?
Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt. Der Pipettenaufsatz ermöglicht zusätzlich eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.
Produktdaten

Walnussblatt Extrakt auf einen Blick

  • •Produkt: Walnussblatt Extrakt
  • •Hersteller: Hildegard and more
  • •Artikelnummer: HAM026
  • •Füllmenge: 100 ml
  • •Pflanzlicher Bestandteil: Walnussblatt aus eigenem Anbau
  • •Weitere Bestandteile: Alkohol, destilliertes Wasser
  • •Alkoholgehalt: 60 % vol.
  • •Wissenschaftliche Referenzart: Juglans regia L.
  • •Pharmazeutische Referenz: Juglandis folium
  • •Charakteristische Stoffgruppen: Ellagitannine, Flavonoide, Hydroxyzimtsäuren, Naphthochinon-Derivate
  • •Standardisierung: kein definierter Juglon-, Gerbstoff-, Flavonoid- oder Phenolsäuregehalt ausgewiesen
  • •Verpackung: 100-ml-Braunglasflasche
  • •Verschluss: Pipettenaufsatz
  • •Hersteller: Hildegard and more GbR, Johannes-Mauthe-Str. 14, 72458 Albstadt
Diesen Artikel haben wir am 23.03.2026 in unseren Katalog aufgenommen.
Kundenrezensionen
Durchschnittliche Bewertung: 0
Basierend auf 0 Bewertungen
Schreiben Sie die erste Kundenrezension!
Hersteller Informationen
Hildegard and more
Catherina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
DEUTSCHLAND

Telefon: (+49) 07431-9334147
E-Mail: info@hildegardandmore.de
Kontakt Hersteller
Hildegard and more
Caterina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
Germany

www.hildegardandmore.de
info@hildegardandmore.de
Zuletzt angesehen
Walnussblatt Extrakt, 100 ml
Lieferzeit: 1-3 Tage
(0)
25,70 EUR257,00 EUR pro Liter
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten