
Süßholzwurzel Extrakt – 100 ml
Süßholz gehört zu den traditionsreichsten Wurzelrohstoffen Europas und Asiens. Seinen charakteristischen Geschmack verdankt es vor allem natürlichen Triterpensaponinen wie Glycyrrhizin beziehungsweise Glycyrrhizinsäure, daneben besitzt Süßholzwurzel ein bemerkenswert komplexes Spektrum aus Flavanonen, Chalconen, Isoflavonoiden und weiteren sekundären Pflanzenstoffen. Besonders gut untersucht sind unter anderem Liquiritin, Liquiritigenin, Isoliquiritin, Isoliquiritigenin und – bei bestimmten Süßholzarten – Glabridin. Der Süßholzwurzel Extrakt von Hildegard and more enthält Süßholzwurzel, Alkohol und destilliertes Wasser, besitzt einen Alkoholgehalt von 60 % vol. und wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten. Ein bestimmter Glycyrrhizin- oder Flavonoidgehalt ist für das Fertigprodukt nicht ausgewiesen.
Süßholzwurzel, Alkohol und destilliertes Wasser
Der Süßholzwurzel Extrakt gehört zu den klar zusammengesetzten Einzelpflanzen-Extrakten von Hildegard and more.
Die aktuelle Produktdeklaration nennt:
- •Süßholzwurzel
- •Alkohol
- •destilliertes Wasser
Der Alkoholgehalt des fertigen Produktes beträgt 60 % vol.
Die Produktdeklaration nennt keinen vollständigen botanischen Artnamen und keine Standardisierung auf einen bestimmten Inhaltsstoff.
Süßholzwurzel ist nicht zwingend nur Glycyrrhiza glabra
Mit dem deutschen Begriff Süßholz wird besonders häufig die Art Glycyrrhiza glabra L. verbunden.
Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler beziehungsweise Fabaceae und ist damit botanisch unter anderem mit Erbsen, Bohnen und Klee verwandt.
Royal Botanic Gardens, Kew, führt Glycyrrhiza glabra als anerkannte Art mit einem natürlichen Verbreitungsgebiet vom zentralen Mittelmeerraum bis nach Zentralasien, in die Mongolei und nach Pakistan.
Für pharmazeutische Süßholzwurzel ist die botanische Situation jedoch weiter gefasst. Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt unter Liquiritiae radix drei Arten:
- •Glycyrrhiza glabra L.
- •Glycyrrhiza inflata Batalin
- •Glycyrrhiza uralensis Fisch. ex DC.
Die aktuelle Produktdeklaration von HAM027 nennt lediglich „Süßholzwurzel“. Daher wird Glycyrrhiza glabra als historisch besonders relevante Referenzart beschrieben, ohne sie ohne Herstellerbestätigung als einzige mögliche Produktart festzulegen.
→ Glycyrrhiza glabra bei Royal Botanic Gardens, Kew
→ Liquiritiae radix bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur
Glycyrrhiza bedeutet sinngemäß „süße Wurzel“
Der botanische Gattungsname Glycyrrhiza verweist direkt auf den außergewöhnlich süßen Geschmack des unterirdischen Pflanzenmaterials.
Er geht auf griechische Wortbestandteile zurück:
- •glykýs – süß
- •rhíza – Wurzel.
Aus historischen lateinischen Bezeichnungen wie liquiritia entwickelten sich wiederum Begriffe, aus denen letztlich auch das deutsche Wort Lakritz hervorging.
Die Süße der Pflanze entsteht nicht primär durch gewöhnlichen Zucker, sondern wesentlich durch charakteristische Süßholz-Saponine.
Der berühmteste Naturstoff der Süßholzwurzel
Zu den charakteristischsten Bestandteilen pharmazeutisch untersuchter Süßholzwurzeln gehört Glycyrrhizin.
Chemisch handelt es sich um ein Triterpensaponin. In der wissenschaftlichen Literatur begegnen außerdem Bezeichnungen wie Glycyrrhizinsäure beziehungsweise Glycyrrhizic acid.
Glycyrrhizin besitzt eine außergewöhnlich hohe Süßkraft. Royal Botanic Gardens, Kew, beschreibt den Stoff bei Glycyrrhiza glabra als ungefähr 50-mal süßer als Zucker.
Dadurch erklärt sich ein wesentlicher Teil des intensiven und lang anhaltenden Süßholzgeschmacks.
Für HAM027 ist jedoch kein bestimmter Glycyrrhizingehalt ausgewiesen.
Süßholzwurzel besitzt ein sehr breites Naturstoffprofil
Süßholz wird häufig fast ausschließlich auf Glycyrrhizin reduziert. Die Pflanzenchemie ist jedoch wesentlich komplexer.
Moderne Analytik unterscheidet unter anderem:
- •Triterpensaponine
- •Flavanone
- •Chalcone
- •Isoflavonoide
- •Isoflavane
- •weitere phenolische Verbindungen.
Eine standardisierte UHPLC-MS/MS-Methode für Süßholzrohstoffe erfasst beispielsweise 14 unterschiedliche Markerstoffe aus mehreren dieser Stoffgruppen.
Ein charakteristisches Süßholz-Flavonoid
Neben Glycyrrhizin gehört Liquiritin zu den besonders bekannten Verbindungen der Süßholzwurzel.
Liquiritin ist ein Flavonoidglykosid. Eng verwandt sind:
- •Liquiritigenin
- •Liquiritin-Apiosid
- •Isoliquiritin
- •Isoliquiritigenin
- •Isoliquiritin-Apiosid.
Diese Verbindungen gehören teilweise unterschiedlichen Flavonoid- beziehungsweise Chalconstrukturen an und tragen zur chemischen Charakteristik von Süßholz bei.
Ein bestimmter Liquiritingehalt von HAM027 ist nicht ausgewiesen.
Flavanon und Chalcon – chemisch eng miteinander verbunden
Liquiritigenin gehört zu den Flavanonen, während Isoliquiritigenin zu den Chalconen zählt.
Auch ihre glykosylierten Formen sind wichtige Marker bei der analytischen Charakterisierung verschiedener Süßholzarten.
Interessanterweise unterscheiden sich sogar unterschiedliche Glycyrrhiza-Arten in den relativen Mengen und Glykosylierungsmustern dieser Verbindungen.
Dadurch können moderne chromatographische Methoden teilweise sogar dabei helfen, unterschiedliche Süßholzarten chemisch voneinander zu unterscheiden.
Ein besonders charakteristisches Isoflavan von Glycyrrhiza glabra
Bei Glycyrrhiza glabra gehört Glabridin zu den bekanntesten lipophileren Isoflavonoiden beziehungsweise Isoflavanen.
Es wurde wiederholt aus Wurzeln und unterirdischen Pflanzenteilen isoliert.
Moderne genetische Forschung aus dem Jahr 2026 zeigt sogar erhebliche Unterschiede beim Glabridingehalt verschiedener Glycyrrhiza-glabra-Herkünfte und identifizierte genetische Marker, die mit der Bildung des Stoffes zusammenhängen.
Das zeigt, dass selbst innerhalb derselben botanischen Art keine vollkommen konstante Naturstoffzusammensetzung vorausgesetzt werden kann.
Für HAM027 ist kein Glabridingehalt ausgewiesen.
Glycyrrhiza glabra enthält zahlreiche unterschiedliche Flavonoide
Untersuchungen von Glycyrrhiza-glabra-Wurzeln haben eine ganze Reihe unterschiedlicher Flavonoide isoliert.
Dazu gehören beispielsweise:
- •Liquiritin
- •Liquiritigenin
- •Isoliquiritigenin
- •Glabridin
- •Formononetin
- •verschiedene prenylierte Flavonoide und Pterocarpane.
Eine Untersuchung von Wurzeln und Stolonen isolierte beispielsweise Glabridin, Isoliquiritigenin, Formononetin und weitere phenolische Verbindungen.
→ Naturstoffe aus Wurzeln und Stolonen von Glycyrrhiza glabra
Nicht jedes Süßholz besitzt dasselbe Stoffprofil
Ein besonders wichtiger Punkt bei Süßholz ist die botanische Art.
Analysen zeigen deutliche Unterschiede zwischen:
- •Glycyrrhiza glabra
- •Glycyrrhiza uralensis
- •Glycyrrhiza inflata.
Die Arten unterscheiden sich beispielsweise bei Liquiritin, Isoliquiritin, Liquiritigenin und weiteren Flavonoiden. Bestimmte Verbindungen können zudem besonders charakteristisch für einzelne Arten sein.
Die Bezeichnung „Süßholzwurzel“ allein erlaubt deshalb keine exakte Vorhersage des gesamten Naturstoffprofils.
Sogar unter gleichen Anbaubedingungen schwanken die Gehalte
Naturstoffe in Süßholz sind nicht in jeder Pflanze in identischen Mengen vorhanden.
Eine Untersuchung von 100 genetisch unterschiedlichen Pflanzen von Glycyrrhiza uralensis, die fünf Jahre lang unter denselben Bedingungen kultiviert wurden, fand beim Glycyrrhizingehalt eine mehr als zehnfache natürliche Spannweite.
Auch Liquiritin schwankte stark.
Das zeigt, dass selbst bei gleichem Standort Faktoren wie Genetik und individuelle Pflanzenentwicklung große Unterschiede verursachen können.
Literaturwerte dürfen deshalb nicht als konkrete Gehaltsangabe für HAM027 übernommen werden.
Der Naturstoffgehalt verändert sich während der Pflanzenentwicklung
Bei Glycyrrhiza glabra verändern sich Glycyrrhizin und bestimmte Isoliquiritigenin-Glykoside sogar im Verlauf des Jahres.
Eine Untersuchung unterschiedlich alter Pflanzen zeigte saisonale Veränderungen sowohl bei Glycyrrhizin als auch bei Flavonoidglykosiden.
Damit können unter anderem:
- •Pflanzenalter,
- •Erntezeitpunkt,
- •Vegetationsphase und
- •Herkunft
die Zusammensetzung des Wurzelrohstoffes beeinflussen.
Extraktionsverfahren beeinflusst das Stoffprofil entscheidend
Der Süßholzwurzel Extrakt besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.
Ethanol und Wasser besitzen unterschiedliche Lösungseigenschaften. Ein hydroalkoholisches Gemisch kann deshalb unterschiedliche Stoffgruppen aus dem Wurzelmaterial lösen.
Welche Stoffe tatsächlich in welcher Menge in einen Extrakt übergehen, hängt zusätzlich ab von:
- •botanischer Art,
- •Alter und Herkunft des Wurzelmaterials,
- •Schälung beziehungsweise Aufbereitung,
- •Zerkleinerungsgrad,
- •Pflanzen-Flüssigkeits-Verhältnis,
- •Extraktionsdauer,
- •Temperatur und
- •weiterer Verarbeitung.
Eine aktuelle systematische Übersicht aus dem Jahr 2026 bestätigt, dass die gewählte Extraktionstechnik den erzielten Glycyrrhizinsäure- und Pflanzenstoffertrag erheblich beeinflussen kann.
Aus der Angabe „60 % vol.“ allein lässt sich daher kein Glycyrrhizin-, Liquiritin- oder Glabridingehalt berechnen.
→ Systematischer Review 2026 zu Süßholz-Extraktionsverfahren
Die europäische Süßholz-Monographie wurde 2026 überarbeitet
Die Europäische Arzneimittel-Agentur besitzt eine eigene Monographie zu Liquiritiae radix.
Besonders aktuell: Die Revision 1 der europäischen Pflanzenmonographie wurde 2026 abgeschlossen und im Juli 2026 veröffentlicht.
Sie umfasst Süßholzwurzel von:
- •Glycyrrhiza glabra
- •Glycyrrhiza inflata
- •Glycyrrhiza uralensis.
Die Monographie ist für die botanische und pharmazeutische Einordnung der Süßholzwurzel sehr wertvoll.
HAM027 ist jedoch nicht automatisch mit einer dort beschriebenen Arzneizubereitung gleichzusetzen: Für den Hildegard-and-more-Extrakt sind weder botanische Art, Droge-Extrakt-Verhältnis noch ein standardisierter Glycyrrhizingehalt ausgewiesen.
Aus dem Süßholzstoff entstehen im Körper weitere Verbindungen
Glycyrrhizin wird nach einer entsprechenden Aufnahme nicht unverändert verarbeitet.
Die Darmflora spielt bei seinem Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Dabei entstehen unter anderem Metaboliten auf Basis von Glycyrrhetinsäure beziehungsweise Glycyrrhetinic acid.
Diese Stoffwechselprodukte sind auch für die bekannten dosisabhängigen Sicherheitsaspekte von Süßholz von Bedeutung.
Die genaue systemische Exposition hängt unter anderem von der aufgenommenen Menge, Darmflora, Stoffwechsel und individueller Empfindlichkeit ab.
Da HAM027 keinen quantifizierten Glycyrrhizingehalt ausweist, lässt sich aus der Produktbeschreibung keine entsprechende Expositionsmenge berechnen.
→ Review zu Glycyrrhizin, Stoffwechsel und klinischen Aspekten
Warum Glycyrrhizin nicht nur wegen seiner Süße interessant ist
Bei wiederholter hoher systemischer Aufnahme glycyrrhizinhaltiger Süßholzprodukte kann Glycyrrhetinsäure das Enzym 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 2 beeinflussen.
Dadurch kann bei entsprechend hoher beziehungsweise längerfristiger Exposition ein sogenannter Pseudohyperaldosteronismus entstehen.
Typische wissenschaftlich beschriebene Veränderungen sind:
- •Anstieg des Blutdrucks,
- •Abfall des Kaliumspiegels,
- •Natrium- und Flüssigkeitsretention sowie
- •Unterdrückung von Renin und Aldosteron.
Eine Metaanalyse von 18 Studien fand bei konsistenter Glycyrrhizinsäureaufnahme sowohl einen signifikanten Blutdruckanstieg als auch eine Abnahme des Plasma-Kaliums.
Diese Daten sind wichtig für die allgemeine Pflanzenkunde, erlauben aber ohne quantifizierten Glycyrrhizingehalt keine Dosierungsberechnung für HAM027. Für die konkrete Verwendung ist deshalb die aktuelle Produktkennzeichnung maßgeblich.
Menschen reagieren unterschiedlich empfindlich
Eine aktualisierte wissenschaftliche Übersicht aus dem Jahr 2026 zeigt, dass die Empfindlichkeit gegenüber glycyrrhizinhaltigen Süßholzprodukten von Mensch zu Mensch erheblich variieren kann.
Neben der aufgenommenen Menge spielen unter anderem:
- •Pharmakokinetik,
- •Darmmikrobiom,
- •individueller Stoffwechsel und
- •weitere persönliche Risikofaktoren
eine Rolle.
Gerade deshalb sind pauschale Aussagen wie „eine bestimmte Menge Süßholz ist für jeden gleich“ wissenschaftlich nicht angemessen.
→ Aktueller Review 2026 zum Süßholz-Pseudohyperaldosteronismus
Die Wurzel ist der Rohstoff – Lakritz ein daraus hergestelltes Erzeugnis
Süßholz und Lakritz werden häufig gleichgesetzt, bezeichnen aber nicht dasselbe.
Süßholz ist die Pflanze beziehungsweise der pflanzliche Wurzelrohstoff.
Für klassisches Lakritz wird ein Süßholzauszug konzentriert und anschließend – abhängig vom Endprodukt – mit weiteren Zutaten verarbeitet.
Auch Kew beschreibt die traditionelle Gewinnung durch Extraktion der unterirdischen Pflanzenteile und anschließende Konzentration des Saftes.
Der Süßholzwurzel Extrakt HAM027 ist deshalb nicht mit Lakritzkonfekt oder einem konzentrierten Lakritzblock gleichzusetzen.
Kein ausgewiesenes Glycyrrhizin- oder Flavonoidpräparat
Für den Süßholzwurzel Extrakt ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen keine Standardisierung auf einzelne Naturstoffe ausgewiesen.
Insbesondere wird kein definierter Gehalt angegeben für:
- •Glycyrrhizin beziehungsweise Glycyrrhizinsäure
- •Glycyrrhetinsäure
- •Liquiritin
- •Liquiritigenin
- •Isoliquiritin
- •Isoliquiritigenin
- •Glabridin
- •andere Flavonoide oder Saponine.
HAM027 wird deshalb sachgerecht als komplexer Süßholzwurzel-Auszug und nicht als standardisiertes Glycyrrhizinpräparat beschrieben.
Liquiricium ist tatsächlich direkt in der Physica dokumentiert
Der historische Bezug von Süßholz zu Hildegard von Bingen ist sehr deutlich.
Im ersten Buch der Physica findet sich unmittelbar nach Bertram ein eigenes Kapitel:
Caput XIX – De Liquiricio
Die historische Edition ordnet dieses Liquiricium ausdrücklich:
Glycyrrhiza glabra
zu.
Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der pflanzlichen Heilmittel Hildegards führt ebenfalls:
Liquiricium – Glycyrrhiza glabra L. – Süßholz / Lakritze.
Damit ist Süßholz keine erst in moderner Zeit dem Hildegard-Sortiment hinzugefügte Pflanze, sondern besitzt einen direkten mittelalterlichen Quellenbezug.
Liquiricium wird nicht nur einmal erwähnt
Besonders interessant ist, dass Liquiricium bei Hildegard nicht lediglich in seinem eigenen Kapitel erscheint.
Der Begriff taucht auch in weiteren historischen Pflanzenzubereitungen der Physica auf.
So wird Süßholz beispielsweise gemeinsam mit anderen Pflanzen und Gewürzen genannt.
Damit lässt sich der Süßholz-Bezug im Hildegard-Kontext wesentlich belastbarer darstellen als es die bisherige Produktbeschreibung tut.
Historische Anwendungsaussagen werden dabei selbstverständlich kulturgeschichtlich eingeordnet und nicht als heutige medizinische Therapie- oder Dosierungsempfehlung übernommen.
Echte Hildegard-Pflanze – moderner 60-%-Extrakt
Der historische Pflanzenbezug ist beim Süßholz außergewöhnlich gut dokumentiert.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der heutige Süßholzwurzel Extrakt mit:
- •100 ml Füllmenge,
- •60 % vol. Alkohol,
- •moderner Braunglasflasche und
- •Pipettenaufsatz
eine unveränderte mittelalterliche Originalzubereitung darstellt.
Sachlich korrekt ist: Die Süßholzwurzel selbst ist bei Hildegard direkt dokumentiert; HAM027 ist eine heutige hydroalkoholische Produktform.
Einzelstoff- und Süßholzforschung ist kein Wirkversprechen für HAM027
Süßholz gehört zu den intensiv erforschten Pflanzenrohstoffen.
Untersucht werden beispielsweise:
- •Glycyrrhiza-glabra-Wurzeln,
- •Glycyrrhiza-uralensis-Wurzeln,
- •unterschiedliche Wasser- und Alkoholextrakte,
- •standardisierte Arzneiextrakte,
- •isoliertes Glycyrrhizin,
- •Glycyrrhetinsäure,
- •Liquiritigenin, Isoliquiritigenin oder Glabridin.
Diese Materialien besitzen keine identische Zusammensetzung.
Ergebnisse solcher Labor-, Tier- oder Humanstudien werden deshalb nicht automatisch auf den Süßholzwurzel Extrakt von Hildegard and more übertragen.
Die wissenschaftlichen Informationen dieser Seite dienen der Pflanzenkunde und der transparenten Einordnung der bekannten Naturstoffe – nicht als Heil-, Behandlungs- oder Vorbeugungsversprechen.
100 ml Braunglas mit Pipettenaufsatz
Der Süßholzwurzel Extrakt wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten.
Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt und eignet sich gut zur Aufbewahrung flüssiger Pflanzenextrakte.
Die Pipette ermöglicht eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.
Nach jeder Entnahme sollte die Flasche wieder sorgfältig verschlossen werden.
Familienbetrieb aus Albstadt
Hildegard and more ist ein Familienbetrieb aus Albstadt auf der Schwäbischen Alb. Nach eigenen Angaben besteht der eigene Herstellerbetrieb seit November 2017.
Der Hersteller baut nach eigenen Angaben einen Teil seiner Kräuter in der eigenen Gärtnerei an und stellt daraus unter anderem Tees, Weine, Extrakte und weitere Naturprodukte her.
Für die Süßholzwurzel von HAM027 ist in den aktuell zugänglichen Informationen allerdings kein Eigenanbau ausdrücklich ausgewiesen.
Eine separat auslesbare Original-Produktseite speziell für HAM027 konnte im aktuellen Hildegard-and-more-Shop nicht verifiziert werden. Daher werden keine produktspezifischen Angaben fremder Händler ergänzt.
Die aktuellen offiziellen Unternehmensangaben nennen:
Hildegard and more
Caterina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
Produktkennzeichnung beachten
- •In der Originalflasche aufbewahren.
- •Nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen.
- •Vor direkter Sonneneinstrahlung und starker Wärme schützen.
- •Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
- •Aufgrund des Alkoholgehaltes von offenen Flammen und Zündquellen fernhalten.
- •Literaturwerte zu Glycyrrhizin oder anderen Süßholzstoffen nicht als Gehaltsangaben dieses Produktes verstehen.
- •Für die konkrete Verwendung und mögliche Einschränkungen ist die aktuelle Produktkennzeichnung beziehungsweise Herstellerangabe maßgeblich.
Süßholzwurzel wissenschaftlich genauer betrachtet
Glycyrrhiza glabra – Botanik
Taxonomische Einordnung, Verbreitung und Informationen zu Glycyrrhizin und traditioneller Süßholzgewinnung.
Liquiritiae radix – EMA 2026
Aktuelle europäische Pflanzenmonographie zu Süßholzwurzel von Glycyrrhiza glabra, Glycyrrhiza inflata und Glycyrrhiza uralensis.
Botanische Rohstoffdefinition
Kew Medicinal Plant Names Services zur pharmazeutischen Bezeichnung Liquiritiae radix und den unterschiedlichen zugelassenen Glycyrrhiza-Arten.
Naturstoffprofil
UHPLC-MS/MS-Charakterisierung von Glycyrrhizin, Liquiritin, Isoliquiritin, Liquiritigenin, Glabridin und weiteren Süßholzstoffen.
Glycyrrhiza-Arten im Vergleich
Analytischer Vergleich von Glycyrrhiza glabra, G. inflata und G. uralensis mit deutlichen artabhängigen Unterschieden.
Flavanone & Chalcone
Artabhängige Profile von Liquiritigenin-, Isoliquiritigenin- und verwandten Glykosiden.
Wurzeln & Stolonen
Isolation von Glabridin, Isoliquiritigenin, Formononetin und weiteren phenolischen Stoffen aus Glycyrrhiza glabra.
Natürliche Variation
Untersuchung einer Glycyrrhiza-uralensis-Population mit mehr als zehnfacher Schwankung des Glycyrrhizingehaltes trotz gleicher Anbaubedingungen.
Extraktion 2026
Aktueller systematischer Review zum Einfluss unterschiedlicher Extraktionsmethoden auf Glycyrrhizinsäure und weitere Süßholz-Naturstoffe.
Sicherheit & Glycyrrhizin
Metaanalyse zur dosisabhängigen Beziehung von glycyrrhizinhaltigem Süßholz mit Blutdruck und Kaliumhaushalt.
Aktuelle Sicherheitsforschung 2026
Neue Übersicht zu individuellen Risikofaktoren und dem Stoffwechsel glycyrrhizinbedingter Effekte.
Hildegards Liquiricium
Überlieferter Physica-Text mit eigenem Kapitel zu Liquiricium und historischer Zuordnung zu Glycyrrhiza glabra.
Hildegard and more
Offizielle Herstellerinformationen zum Familienbetrieb und Herstellerbetrieb.
Fragen zum Süßholzwurzel Extrakt
Was enthält der Süßholzwurzel Extrakt?
Welche Süßholzart wird verwendet?
Was bedeutet Liquiritiae radix?
Was ist Glycyrrhizin?
Wie süß ist Glycyrrhizin?
Wie viel Glycyrrhizin enthält HAM027?
Welche weiteren Süßholzstoffe sind bekannt?
Was ist Glabridin?
Sind alle Süßholzarten chemisch gleich?
Sind Süßholz und Lakritz dasselbe?
Warum kann Süßholz den Blutdruck beeinflussen?
Ist der Extrakt auf Glycyrrhizin standardisiert?
Warum spielt das Extraktionsverfahren eine Rolle?
Gibt es eine aktuelle EMA-Monographie zu Süßholzwurzel?
Hat Süßholz tatsächlich einen Bezug zu Hildegard von Bingen?
Ist HAM027 eine originale Hildegard-Rezeptur?
Können sich einzelne Süßholzwurzel-Chargen unterscheiden?
Warum wird der Extrakt in Braunglas abgefüllt?
Süßholzwurzel Extrakt auf einen Blick
- •Produkt: Süßholzwurzel Extrakt
- •Hersteller: Hildegard and more
- •Artikelnummer: HAM027
- •Füllmenge: 100 ml
- •Pflanzlicher Bestandteil: Süßholzwurzel
- •Historische Referenzart: Glycyrrhiza glabra L.
- •Pharmazeutische Referenz: Liquiritiae radix kann Glycyrrhiza glabra, Glycyrrhiza inflata und Glycyrrhiza uralensis umfassen
- •Weitere Bestandteile: Alkohol, destilliertes Wasser
- •Alkoholgehalt: 60 % vol.
- •Form: alkoholisch-wässriger Pflanzenextrakt
- •Standardisierung: kein definierter Glycyrrhizin-, Liquiritin-, Glabridin- oder anderer Einzelstoffgehalt ausgewiesen
- •Verpackung: 100-ml-Braunglasflasche
- •Verschluss: Pipettenaufsatz
- •Herstelleranschrift: Hildegard and more, Caterina Cerasale, Johannes-Mauthe-Str. 14, 72458 Albstadt



