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Nierengold Extrakt, 100 ml

Art.Nr.: HAM029
Nierengold Extrakt, 100 ml
Nierengold Extrakt, 100 ml
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Produktbeschreibung
Hildegard and more · vielschichtige Sechs-Pflanzen-Komposition

Nierengold Extrakt – 100 ml

Goldrutenkraut, Birkenblätter, Schachtelhalm, Hauhechel, Bärentraubenblätter und glatte Petersilie bilden gemeinsam eine außergewöhnlich vielseitige Kräuterkomposition. Mehrere dieser Pflanzen besitzen eine lange europäische Kräutertradition und werden heute botanisch sowie phytochemisch intensiv untersucht. Besonders interessant ist die Verbindung sehr unterschiedlicher Naturstoffprofile – von Goldruten-Flavonoiden und Saponinen über Birkenpolyphenole und die mineralstoffreiche Struktur des Schachtelhalms bis zu den charakteristischen Arbutinverbindungen der Bärentraubenblätter und den Flavonoiden der Petersilie. Nierengold enthält 60 % vol. Alkohol und wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit praktischem Pipettenaufsatz angeboten.

Inhalt100 ml
Pflanzen6 Pflanzenrohstoffe
Alkoholgehalt60 % vol.
Die Rezeptur

Sechs traditionsreiche Pflanzen in einem Extrakt

Nierengold ist kein klassischer Einzelpflanzen-Extrakt, sondern eine komplexere Kräuterkombination.

Nach der aktuell vorliegenden Produktdeklaration enthält der Extrakt:

  • •Goldrutenkraut
  • •Birkenblätter
  • •Schachtelhalm
  • •Hauhechel
  • •Bärentraubenblätter
  • •glatte Petersilie aus eigenem Anbau

Der Alkoholgehalt des fertigen Produktes beträgt 60 % vol.

Besonders hervorzuheben ist die glatte Petersilie:Sie stammt laut aktueller Produktdeklaration aus eigenem Anbau.

Produktname richtig verstanden

„Nierengold“ ist der Produktname – keine medizinische Wirkzusage

Der Name „Nierengold“ greift erkennbar die traditionelle Pflanzenkunde auf, denn mehrere Bestandteile der Rezeptur werden historisch mit Kräuterzubereitungen aus dem Bereich der Harnwege in Verbindung gebracht.

Tatsächlich existieren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur eigene Pflanzenmonographien unter anderem zu:

  • •Europäischem Goldrutenkraut
  • •Birkenblättern
  • •Ackerschachtelhalmkraut
  • •Hauhechelwurzel
  • •Bärentraubenblättern

Diese Monographien betreffen jedoch jeweils genau definierte Arzneipflanzen und Arzneimittelzubereitungen.Sie dürfen nicht automatisch als Wirksamkeitsnachweis für den Nierengold Extrakt verstanden werden.

Aus dem Produktnamen wird deshalb keine Aussage abgeleitet, dass der Extrakt Nieren- oder Harnwegserkrankungen behandelt, eine „Nierenreinigung“ bewirkt oder eine bestimmte Ausscheidungsleistung hervorruft.

Auf einen Blick

Was Nierengold besonders macht

Sechs Pflanzenprofile

Die Rezeptur kombiniert Korbblütler, Birkengewächse, Schachtelhalm, Hülsenfrüchtler, Heidekrautgewächse und einen Doldenblütler.

Mehrere klar benannte Pflanzenteile

Goldrutenkraut, Birkenblätter und Bärentraubenblätter sind konkret bezeichnet. Bei Schachtelhalm und Hauhechel wird der Pflanzenteil dagegen nicht näher ausgewiesen.

Petersilie aus Eigenanbau

Die enthaltene glatte Petersilie stammt laut Produktdeklaration aus eigenem Anbau und bildet damit einen besonders unmittelbar nachvollziehbaren Bestandteil der Rezeptur.

Goldrutenkraut

Solidago – Flavonoide, Saponine und phenolische Verbindungen

Goldruten gehören zur Gattung Solidago aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Die Produktdeklaration nennt Goldrutenkraut, aber keine konkrete botanische Art.Das ist wichtig, weil in Europa mehrere Goldrutenarten vorkommen, darunter:

  • •Solidago virgaurea – Echte beziehungsweise Europäische Goldrute
  • •Solidago canadensis – Kanadische Goldrute
  • •Solidago gigantea – Späte beziehungsweise Riesen-Goldrute

Wissenschaftlich besonders umfassend dokumentiert ist Solidago virgaurea L.Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt deren Kraut als Solidaginis virgaureae herba.

Da die Art des Nierengold-Rohstoffes nicht angegeben ist, wird Solidago virgaurea hier lediglich als wissenschaftlich besonders gut dokumentierte Referenzart beschrieben.

→ Europäisches Goldrutenkraut bei der EMA

Goldruten-Pflanzenchemie

Quercetin, Kaempferol, Saponine und Phenolglykoside

Für wissenschaftlich untersuchtes Solidago-virgaurea-Kraut ist ein ausgesprochen vielseitiges Pflanzenstoffprofil dokumentiert.

Ein großer wissenschaftlicher Review beschreibt unter anderem:

  • •Quercetin- und Kaempferol-Glykoside
  • •Rutin
  • •Hyperosid
  • •Astragalin
  • •Virgaureosid und Leiocarposid
  • •Chlorogen-, Kaffee- und Ferulasäure
  • •Triterpensaponine
  • •Mono- und Sesquiterpene

Besonders interessant sind die zahlreichen sogenannten Virgaurea- und Solidago-Saponine.

Welche dieser Verbindungen im Nierengold Extrakt vorhanden sind und in welcher Konzentration, kann jedoch nur eine produktspezifische Analyse zeigen.

→ Umfassender Review zu Solidago virgaurea bei PubMed

Birkenblätter

Betula pendula und Betula pubescens in der europäischen Pflanzenkunde

Birkenblätter gehören ebenfalls zu den botanisch und pharmazeutisch gut beschriebenen Pflanzenrohstoffen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur berücksichtigt für Betulae folium zwei Birkenarten:

  • •Betula pendula Roth – Hängebirke
  • •Betula pubescens Ehrh. – Moorbirke

Die aktuelle Nierengold-Deklaration nennt lediglich „Birkenblätter“.Daher wird nicht ohne weitere Herstellerangabe festgelegt, welche Birkenart verarbeitet wurde.

→ Birkenblätter bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur

Birkenblatt-Pflanzenchemie

Flavonole und weitere phenolische Verbindungen

Birkenblätter besitzen ein polyphenolisch geprägtes Pflanzenstoffprofil.

Für Betula pendula wurden unter anderem verschiedene Flavonole und deren Glykoside analytisch untersucht.Dazu gehören insbesondere Quercetin-Derivate.

Ein bekannter Vertreter ist Hyperosid, ein Quercetin-Glykosid.

Moderne chromatographische Untersuchungen zeigen zugleich, dass sich Pflanzenstoffe während Verarbeitung und Fermentation verändern können.

→ Analytik von Flavonolen und phenolischen Stoffen aus Birkenblättern

Schachtelhalm

Eine botanisch außergewöhnlich alte Pflanzengruppe

Schachtelhalme gehören botanisch zu einer ausgesprochen alten Gefäßpflanzengruppe.

Als Arzneipflanze besonders gut untersucht ist der Ackerschachtelhalm Equisetum arvense L.

Die aktuelle Produktdeklaration nennt jedoch lediglich „Schachtelhalm“.Deshalb wird die Produktpflanze nicht ohne weitere Herstellerbestätigung verbindlich mit Equisetum arvense gleichgesetzt.

Die EMA führt Equisetum arvense, herba, als eigenen pflanzlichen Arzneirohstoff.

→ Ackerschachtelhalmkraut bei der EMA

Schachtelhalm-Pflanzenchemie

Silicium, Flavonoide und Hydroxyzimtsäuren

Ackerschachtelhalm ist aus zwei Gründen phytochemisch besonders interessant.

Zum einen gehört Equisetum arvense zu den Pflanzen, die außergewöhnlich viel Silicium beziehungsweise amorphe Siliciumdioxid-Strukturen einlagern können.

Zum anderen besitzen hydroalkoholische Schachtelhalmextrakte ein eigenes Profil organischer Pflanzenstoffe.Eine aktuelle Untersuchung aus dem Jahr 2025 beschrieb unter anderem:

  • •Hydroxyzimtsäure-Derivate
  • •Flavonoide
  • •Benzoesäure-Derivate
  • •Fettsäuren
  • •Zucker
  • •Phytosterole

Zu den in moderner Schachtelhalmanalytik beschriebenen phenolischen Stoffen gehören beispielsweise Isoquercitrin, Kaffeesäure und weitere phenolische Säuren.

Wichtig:Ein siliciumreicher Pflanzenrohstoff bedeutet nicht automatisch, dass ein Extrakt mit 60 % vol. Alkohol entsprechend siliciumreich ist.Mineralische und organische Pflanzenbestandteile besitzen sehr unterschiedliche Extraktionseigenschaften.

→ Aktuelle Analyse hydroalkoholischer Equisetum-arvense-Extrakte

Hauhechel

Hier ist der verwendete Pflanzenteil besonders wichtig

Die Produktdeklaration nennt Hauhechel, ohne botanische Art oder verwendeten Pflanzenteil näher auszuweisen.

In der europäischen Pflanzenmonographie der EMA wird dagegen ausdrücklich die Hauhechelwurzel beschrieben:

Ononis spinosa L., radix.

Diese Unterscheidung ist wichtig.Aus der allgemeinen Produktangabe „Hauhechel“ darf nicht automatisch geschlossen werden, dass im Nierengold Extrakt ausschließlich Hauhechelwurzel eingesetzt wurde.

→ Hauhechelwurzel bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur

Hauhechel-Pflanzenchemie

Isoflavonoide als charakteristische Stoffgruppe

Für die wissenschaftlich besonders gut untersuchte Ononis spinosa ist ein komplexes Profil sekundärer Pflanzenstoffe beschrieben.

Ein aktueller umfassender Review aus dem Jahr 2026 hebt insbesondere Isoflavonoide hervor.Dazu gehören:

  • •Ononin
  • •Formononetin und dessen Derivate
  • •Genistin
  • •Biochanin A
  • •Medicarpin-Derivate

Daneben wurden Triterpene, Phenolsäuren, weitere Polyphenole und verschiedene flüchtige Stoffe beschrieben.

Eine LC-MS/MS-Untersuchung eines methanolisch-wässrigen Hauhechelwurzelextraktes identifizierte sogar 34 Isoflavonoid-Derivate.

Auch diese Daten gelten für definierte Forschungsrohstoffe und nicht automatisch für den Nierengold Extrakt.

→ Aktueller Review zu Ononis spinosa aus 2026

Bärentraubenblätter

Arbutin – ein charakteristischer Pflanzenstoff

Bärentraubenblätter gehören zu den besonders charakteristischen Bestandteilen der Nierengold-Rezeptur.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng., folium als definierten pflanzlichen Rohstoff.

Zu den wissenschaftlich besonders bekannten Stoffen gehört Arbutin.

Arbutin ist ein Hydrochinon-Glykosid.Daneben enthalten wissenschaftlich untersuchte Bärentraubenblätter weitere Stoffe wie:

  • •Hyperosid
  • •Corilagin
  • •weitere Polyphenole und Tannine
  • •Ursol- und Oleanolsäure in bestimmten Extrakten

→ Bärentraubenblätter bei der EMA

Arbutin & Extraktionsmittel

Wasser und Ethanol ergeben unterschiedliche Pflanzenstoffprofile

Gerade bei Bärentraubenblättern lässt sich besonders gut zeigen, wie stark das Extraktionsmittel die Zusammensetzung beeinflussen kann.

Eine Untersuchung von Wasser- und Ethanolextrakten fand in beiden Extrakttypen Arbutin, gleichzeitig aber deutliche Unterschiede bei weiteren Inhaltsstoffen.

Andere Stoffe – beispielsweise Ursol- und Oleanolsäure – waren in der untersuchten Arbeit vor allem im ethanolischen Extrakt nachweisbar.

Das unterstreicht, dass die Zusammensetzung eines Pflanzenextraktes nicht allein aus der Rohstoffpflanze abgeleitet werden kann.

Für Nierengold ist kein standardisierter Arbutin- oder Hydrochinonderivat-Gehalt ausgewiesen.

→ Vergleich verschiedener Bärentraubenblatt-Extrakte bei PubMed

Glatte Petersilie

Aus eigenem Anbau

Die glatte Petersilie nimmt innerhalb der Rezeptur eine besondere Stellung ein:Sie stammt laut Produktdeklaration aus eigenem Anbau.

Die wissenschaftlich bekannte Kulturpetersilie wird als Petroselinum crispum (Mill.) Fuss bezeichnet.

Glatte Petersilie gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und besitzt ein komplexes Pflanzenstoffprofil.

Die Produktdeklaration nennt allerdings keinen botanischen Namen und auch nicht ausdrücklich, ob ausschließlich Blätter oder weitere oberirdische Pflanzenteile verwendet werden.Die wissenschaftlichen Informationen zu Petroselinum crispum dienen daher der fachlichen Einordnung.

Petersilien-Flavonoide

Apiin, Apigenin und weitere Polyphenole

Gerade Petersilienblätter sind hinsichtlich ihrer Flavonoide interessant.

In einer wissenschaftlichen Untersuchung eines wässrigen Blatt-Extraktes wurden 29 Flavonoidglykoside identifiziert.

Besonders auffällig war Apiin, ein Apigenin-Glykosid.Daneben wurden weitere Apigenin- und Kaempferol-Derivate beschrieben.

Eine Untersuchung unterschiedlicher Petersiliensorten bestätigte ebenfalls ein ausgeprägtes Profil verschiedener phenolischer Verbindungen in glatter und krauser Petersilie.

→ Flavonoidprofil von Petersilienblättern bei PubMed

→ Vergleich verschiedener Petersiliensorten

Apiol & Myristicin

Nicht jeden Petersilienstoff pauschal auf das Produkt übertragen

Im Zusammenhang mit Petersilie werden häufig auch die aromatischen Stoffe Apiol und Myristicin genannt.

Diese Verbindungen sind insbesondere aus dem ätherischen Öl beziehungsweise aus Petersiliensamen gut dokumentiert.

Eine Analyse eines Samenöls fand beispielsweise Apiol und Myristicin als dominante flüchtige Bestandteile.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein hydroalkoholischer Extrakt aus nicht näher bezeichneteter glatter Petersilie dieselben Konzentrationen besitzt.

Für Nierengold ist weder ein Apiol- noch ein Myristicingehalt ausgewiesen.

→ Untersuchung von Petersiliensamen und flüchtigen Inhaltsstoffen

Eine bemerkenswerte Kombination

Fünf Arzneipflanzen-Kontexte plus Petersilie

Botanisch fällt bei Nierengold auf, dass gleich mehrere Bestandteile in der europäischen Arzneipflanzenkunde für definierte Rohstoffe eigenständig dokumentiert sind.

  • •Goldrute: Flavonoide, Phenolglykoside und Saponine
  • •Birkenblätter: Flavonole und weitere phenolische Verbindungen
  • •Schachtelhalm: Siliciumeinlagerungen sowie Flavonoide und Phenolsäuren
  • •Hauhechel: insbesondere Isoflavonoide bei wissenschaftlich untersuchter Ononis spinosa
  • •Bärentraubenblätter: Arbutin und zahlreiche Polyphenole
  • •Petersilie: Apiin, Apigenin- und weitere Flavonoidverbindungen

Nierengold ist damit phytochemisch wesentlich komplexer als ein Extrakt aus einer einzelnen Pflanze.

60 % vol. Alkohol

Hydroalkoholischer Mehrpflanzen-Extrakt

Der Nierengold Extrakt besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.

Ethanol und Wasser besitzen unterschiedliche Lösungseigenschaften.Dadurch kann ein hydroalkoholisches Extraktionssystem unterschiedliche organische Pflanzenstoffgruppen lösen.

Welche Verbindungen tatsächlich in den fertigen Extrakt gelangen, hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab:

  • •botanische Identität der sechs Pflanzenrohstoffe
  • •jeweils verwendeter Pflanzenteil
  • •Verhältnis der Pflanzen untereinander
  • •Erntezeitpunkt
  • •Trocknung und Lagerung
  • •Zerkleinerungsgrad
  • •Verhältnis von Pflanzenmaterial und Extraktionsflüssigkeit
  • •Extraktionsdauer und Temperatur

Die Angabe „60 % vol.“ erlaubt deshalb keine Berechnung einzelner Flavonoid-, Saponin-, Arbutin- oder anderer Pflanzenstoffgehalte.

Nicht standardisiert

Kein ausgewiesenes Einzelstoffpräparat

Für Nierengold ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen keine Standardisierung auf einzelne Naturstoffe ausgewiesen.

Insbesondere wird kein definierter Gehalt angegeben für:

  • •Goldruten-Flavonoide oder -Saponine
  • •Hyperosid oder andere Birkenflavonoide
  • •Siliciumverbindungen aus Schachtelhalm
  • •Ononin, Formononetin oder andere Hauhechel-Isoflavonoide
  • •Arbutin oder Hydrochinonderivate aus Bärentraubenblättern
  • •Apiin, Apigenin, Apiol oder Myristicin aus Petersilie

Der Extrakt wird deshalb sachgerecht als komplexer Mehrpflanzen-Auszug und nicht als standardisiertes Einzelstoffpräparat beschrieben.

Natürlich variabel

Sechs Pflanzen bedeuten besonders viele natürliche Einflussfaktoren

Bei einer Rezeptur aus sechs Pflanzenrohstoffen ist eine gewisse natürliche Variabilität unvermeidbar.

Einfluss auf das Pflanzenstoffprofil haben unter anderem:

  • •Art und Sorte
  • •Standort und Boden
  • •Witterung
  • •Entwicklungs- und Erntezeitpunkt
  • •Pflanzenteil
  • •Trocknung und Lagerung
  • •Extraktionsverfahren

Leichte natürliche Unterschiede in Farbe, Geruch und Pflanzencharakter sind bei einem nicht auf einzelne Stoffe standardisierten Kräuterextrakt deshalb grundsätzlich nachvollziehbar.

Tradition & moderne Pflanzenkunde

Historisch bekannte Kräuter, heute analytisch genauer verstanden

Goldrute, Birke, Schachtelhalm, Hauhechel, Bärentraube und Petersilie besitzen jeweils eine eigene lange europäische Pflanzen- beziehungsweise Nutzungstradition.

Moderne Analytik ermöglicht heute einen wesentlich genaueren Blick auf diese Pflanzen:Flavonoide, Isoflavonoide, Saponine, Arbutin, Phenolsäuren und zahlreiche weitere Verbindungen können getrennt identifiziert werden.

Diese moderne Pflanzenchemie hilft dabei, die Zusammensetzung von Nierengold fachlich besser zu verstehen.Sie ist jedoch kein automatischer Nachweis einer medizinischen Wirkung des fertigen Mehrpflanzen-Extraktes.

Hildegard-Kontext

Traditionsbezogene Komposition statt behaupteter Originalrezeptur

Hildegard and more führt Nierengold innerhalb seines Sortimentes von Extrakten und Tinkturen mit Bezug zur traditionellen Pflanzenkunde.

Die konkrete Kombination aus Goldrute, Birke, Schachtelhalm, Hauhechel, Bärentraube und Petersilie sollte jedoch nicht ohne eindeutige historische Quelle als originale mittelalterliche Rezeptur Hildegards von Bingen bezeichnet werden.

Die besondere Stärke dieser Rezeptur liegt vielmehr in der Kombination mehrerer traditionsreicher europäischer Pflanzen und ihrer heute gut dokumentierten Pflanzenchemie.

Wissenschaftlich sauber eingeordnet

EMA-Monographien gelten für definierte Arzneipflanzen – nicht automatisch für Nierengold

Besonders bemerkenswert ist, dass mehrere Pflanzen der Nierengold-Rezeptur Gegenstand offizieller europäischer Pflanzenmonographien sind.

Diese Dokumente beziehen sich jedoch jeweils auf genau definierte Arten, Pflanzenteile und Zubereitungen.

Beispiele:

  • •Solidago virgaurea, herba
  • •Betula pendula / Betula pubescens, folium
  • •Equisetum arvense, herba
  • •Ononis spinosa, radix
  • •Arctostaphylos uva-ursi, folium

Wo Nierengold Art oder Pflanzenteil nicht genauso spezifiziert, darf keine Gleichsetzung vorgenommen werden.

Außerdem wird aus den traditionellen Anwendungen einzelner Arzneipflanzen keine medizinische Wirkungszusage für die fertige Mischung abgeleitet.

Verpackung

100 ml Braunglas mit Pipettenaufsatz

Nierengold wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten.

Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt und eignet sich gut zur Aufbewahrung flüssiger Pflanzenextrakte.

Die Pipette ermöglicht eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.

Nach jeder Entnahme sollte die Flasche wieder sorgfältig verschlossen werden.

Hildegard and more

Familienbetrieb aus Albstadt-Ebingen

Hildegard and more ist ein Familienbetrieb aus Albstadt-Ebingen auf der Schwäbischen Alb.Der eigene Herstellerbetrieb wurde nach Angaben des Unternehmens im November 2017 gegründet.

Der Hersteller gibt an, einen Teil seiner Kräuter in der eigenen Gärtnerei auf der Schwäbischen Alb anzubauen und daraus unter anderem Tees, Weine und Extrakte herzustellen.

Für Nierengold ist die glatte Petersilie ausdrücklich als aus eigenem Anbau stammend deklariert.

→ Mehr über Hildegard and more

Aufbewahrung

Geschützt und gut verschlossen lagern

  • •In der Originalflasche aufbewahren.
  • •Nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen.
  • •Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • •Vor starker Wärme schützen.
  • •Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • •Aufgrund des Alkoholgehaltes von offenen Flammen und Zündquellen fernhalten.
  • •Für die konkrete Verwendung sind die Angaben auf der Produktverpackung maßgeblich.
Weiterführende Quellen

Die Pflanzen von Nierengold wissenschaftlich betrachtet

Goldrutenkraut

Europäische Pflanzenmonographie zu Solidago virgaurea, herba.

EMA öffnen →

Goldruten-Pflanzenchemie

Umfassender Review zu Flavonoiden, Saponinen, Phenolglykosiden, Phenolsäuren und weiteren Naturstoffen.

PubMed öffnen →

Birkenblätter

Europäische Pflanzenmonographie zu Blättern von Betula pendula und Betula pubescens.

EMA öffnen →

Ackerschachtelhalm

Europäische Pflanzenmonographie und aktuelle Analytik hydroalkoholischer Extrakte von Equisetum arvense.

EMA öffnen →

Aktuelle Extraktanalytik bei PubMed →

Hauhechel

EMA-Monographie zur Hauhechelwurzel sowie aktueller Review zur Pflanzenchemie von Ononis spinosa.

EMA öffnen →

Aktuellen Review öffnen →

Bärentraubenblätter

Europäische Pflanzenmonographie zu Arctostaphylos uva-ursi, folium, sowie Forschung zu Arbutin und unterschiedlichen Extraktionsmitteln.

EMA öffnen →

PubMed öffnen →

Glatte Petersilie

Aktueller wissenschaftlicher Review sowie Analyse der Flavonoidglykoside von Petersilienblättern.

Aktuellen Petersilien-Review öffnen →

Petersilien-Flavonoide öffnen →

Hildegard and more

Offizielle Herstellerseite mit Informationen zum Familienbetrieb und zum eigenen Kräuteranbau.

Herstellerseite öffnen →

Häufige Fragen

Fragen zum Nierengold Extrakt

Welche Pflanzen enthält Nierengold?
Die aktuelle Produktdeklaration nennt Goldrutenkraut, Birkenblätter, Schachtelhalm, Hauhechel, Bärentraubenblätter und glatte Petersilie aus eigenem Anbau.
Wie hoch ist der Alkoholgehalt?
Der Nierengold Extrakt besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.
Bedeutet der Name „Nierengold“, dass das Produkt die Nieren behandelt?
Nein. „Nierengold“ ist die Produktbezeichnung. Daraus wird keine Aussage zur Behandlung, Vorbeugung oder Linderung von Nieren- oder Harnwegserkrankungen abgeleitet.
Warum wird die Rezeptur traditionell mit den Harnwegen in Verbindung gebracht?
Mehrere der enthaltenen Pflanzen besitzen eine lange europäische Kräutertradition. Für genau definierte Rohstoffe wie Birkenblätter, Bärentraubenblätter, Europäisches Goldrutenkraut, Ackerschachtelhalmkraut und Hauhechelwurzel existieren sogar EMA-Pflanzenmonographien im Bereich der Harnwege. Diese gelten jedoch für definierte Arzneipflanzenzubereitungen und nicht automatisch für den Nierengold Extrakt.
Welche Goldrutenart wird verwendet?
Die aktuelle Produktdeklaration nennt Goldrutenkraut, aber keinen botanischen Artnamen. Solidago virgaurea ist wissenschaftlich besonders gut dokumentiert und besitzt eine EMA-Monographie, wird jedoch ohne Herstellerbestätigung nicht verbindlich als verwendete Produktart festgelegt.
Welche Pflanzenstoffe sind für Goldrute bekannt?
Für Solidago virgaurea sind unter anderem Quercetin- und Kaempferol-Glykoside, Rutin, Hyperosid, Phenolglykoside, Phenolsäuren sowie zahlreiche Triterpensaponine beschrieben.
Welche Birkenart wird verwendet?
Die Produktdeklaration nennt lediglich Birkenblätter. Die EMA-Monographie zu Betulae folium berücksichtigt Betula pendula und Betula pubescens. Welche Art im Nierengold Extrakt eingesetzt wird, ist aktuell nicht näher ausgewiesen.
Was ist das Besondere am Schachtelhalm?
Wissenschaftlich untersuchter Ackerschachtelhalm Equisetum arvense kann große Mengen Silicium in seine Pflanzenstruktur einlagern und enthält daneben verschiedene Flavonoide und phenolische Säuren. Daraus lässt sich jedoch kein bestimmter Siliciumgehalt eines 60-%-Alkoholextraktes ableiten.
Welcher Teil der Hauhechel wird verwendet?
Die aktuelle Produktdeklaration nennt nur „Hauhechel“. Die EMA bewertet ausdrücklich die Wurzel von Ononis spinosa. Ohne zusätzliche Herstellerangabe wird nicht behauptet, dass Nierengold ebenfalls ausschließlich Hauhechelwurzel enthält.
Welche Pflanzenstoffe sind für Hauhechel bekannt?
Für Ononis spinosa sind besonders zahlreiche Isoflavonoide dokumentiert, darunter Ononin, Formononetin-Derivate, Genistin, Biochanin A und Medicarpin-Verbindungen. Daneben kommen Phenolsäuren, Triterpene und weitere Polyphenole vor.
Was ist Arbutin?
Arbutin ist ein natürliches Hydrochinon-Glykosid und gehört zu den charakteristischen Inhaltsstoffen wissenschaftlich untersuchter Bärentraubenblätter. Für Nierengold ist kein bestimmter Arbutingehalt ausgewiesen.
Enthält Nierengold einen standardisierten Bärentraubenblätter-Extrakt?
Eine Standardisierung auf Arbutin oder andere Hydrochinonderivate ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen nicht ausgewiesen.
Woher stammt die Petersilie?
Die glatte Petersilie stammt laut aktueller Produktdeklaration aus eigenem Anbau.
Welche Pflanzenstoffe sind für glatte Petersilie bekannt?
Für Petroselinum crispum wurden unter anderem zahlreiche Flavonoidglykoside beschrieben. Besonders bekannt ist Apiin, ein Apigenin-Glykosid. Auch Kaempferol-Derivate und weitere phenolische Verbindungen kommen vor.
Enthält Nierengold Apiol oder Myristicin?
Apiol und Myristicin sind für Petersilie insbesondere aus ätherischem Öl und Samen gut dokumentiert. Für den Nierengold Extrakt ist jedoch kein entsprechender Gehalt ausgewiesen. Deshalb werden beide Stoffe nicht als definierte Produkteigenschaft angegeben.
Ist Nierengold auf bestimmte Pflanzenstoffe standardisiert?
Eine Standardisierung auf Goldruten-Flavonoide, Saponine, Birkenflavonoide, Silicium, Hauhechel-Isoflavonoide, Arbutin, Apiin oder andere einzelne Naturstoffe ist in den aktuell vorliegenden Produktinformationen nicht ausgewiesen.
Können natürliche Unterschiede zwischen Chargen auftreten?
Ja. Pflanzenart, Standort, Witterung, Pflanzenteil, Erntezeitpunkt, Lagerung und Extraktionsverfahren können das natürliche Stoffprofil beeinflussen. Bei einer nicht auf Einzelstoffe standardisierten Mischung aus sechs Pflanzen sind natürliche Unterschiede grundsätzlich möglich.
Warum wird der Extrakt in Braunglas abgefüllt?
Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt. Der Pipettenaufsatz ermöglicht zusätzlich eine saubere und kontrollierte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.
Produktdaten

Nierengold Extrakt auf einen Blick

  • •Produkt: Nierengold Extrakt
  • •Hersteller: Hildegard and more
  • •Artikelnummer: HAM029
  • •Füllmenge: 100 ml
  • •Pflanzliche Bestandteile: Goldrutenkraut, Birkenblätter, Schachtelhalm, Hauhechel, Bärentraubenblätter, glatte Petersilie aus eigenem Anbau
  • •Alkoholgehalt: 60 % vol.
  • •Form: alkoholischer Mehrpflanzen-Extrakt
  • •Verpackung: 100-ml-Braunglasflasche
  • •Verschluss: Pipettenaufsatz
  • •Herstelleranschrift: Hildegard and more, Caterina Cerasale, Johannes-Mauthe-Str. 14, 72458 Albstadt-Ebingen
Diesen Artikel haben wir am 23.03.2026 in unseren Katalog aufgenommen.
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Hersteller Informationen
Hildegard and more
Catherina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
DEUTSCHLAND

Telefon: (+49) 07431-9334147
E-Mail: info@hildegardandmore.de
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Hildegard and more
Caterina Cerasale
Johannes-Mauthe-Str. 14
72458 Albstadt
Germany

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