Löwenzahn forte Extrakt – 100 ml
Herbe Löwenzahnwurzel, würzig-pfeffrige Papayakerne und die charakteristische Frische der Zitrone: Löwenzahn forte von Hildegard and more verbindet drei botanisch vollkommen unterschiedliche Pflanzenrohstoffe zu einem außergewöhnlichen alkoholischen Extrakt. Besonders spannend ist dabei das Zusammenspiel verschiedener natürlicher Stoffgruppen – von phenolischen Säuren und Bitterstoffen des Löwenzahns über die charakteristischen Senfölverbindungen der Papayakerne bis zu den Flavonoiden und organischen Säuren der Zitrone. Der Extrakt enthält 60 % vol. Alkohol und wird in einer lichtschützenden 100-ml-Braunglasflasche mit praktischem Pipettenaufsatz angeboten.
Löwenzahnwurzel, Papayakerne und Zitrone
Löwenzahn forte ist kein klassischer Einzelpflanzen-Extrakt.Die Rezeptur kombiniert drei sehr unterschiedliche Pflanzenrohstoffe zu einem gemeinsamen flüssigen Auszug.
Nach der aktuell vorliegenden Produktdeklaration enthält der Extrakt:
- •Löwenzahnwurzel
- •Papayakerne
- •Zitrone
- •Alkohol
- •destilliertes Wasser
Der Alkoholgehalt des fertigen Extraktes beträgt 60 % vol.
Botanisch treffen hier ein heimischer Korbblütler, eine tropische Papayapflanze und eine Zitrusfrucht aufeinander.Entsprechend unterschiedlich sind auch die natürlichen Pflanzenstoffe der drei Ausgangsrohstoffe.
Was Löwenzahn forte besonders macht
Löwenzahnwurzel
Ein traditionsreicher Wurzelrohstoff mit Bitterstoffen, phenolischen Säuren, Sesquiterpenverbindungen und weiteren charakteristischen Pflanzenstoffen.
Papayakerne
Ein ungewöhnlicher Pflanzenrohstoff mit eigenständig würzigem Profil und charakteristischen Glucosinolaten beziehungsweise daraus entstehenden Isothiocyanaten.
Zitrone
Die Zitruskomponente ergänzt die Rezeptur um organische Säuren, Flavonoide und zahlreiche weitere charakteristische Pflanzenbestandteile.
Produktname statt analytischer Konzentrationsangabe
Der Zusatz „forte“ ist Bestandteil der Produktbezeichnung.
Aus dem Namen allein lässt sich keine bestimmte Konzentration einzelner Pflanzenstoffe und auch kein festgelegtes Verhältnis von Löwenzahnwurzel, Papayakernen und Zitrone ableiten.
Insbesondere bedeutet „forte“ nicht automatisch, dass ein bestimmter Gehalt an Chicoréesäure, Bitterstoffen, Benzylisothiocyanat, Flavonoiden oder anderen Naturstoffen analytisch garantiert wird.
Solche Aussagen wären nur auf Grundlage einer produktspezifischen Rezeptur- beziehungsweise Laboranalyse möglich.
Taraxacum officinale – ein klassischer Wurzelrohstoff
Der wissenschaftlich besonders gut untersuchte Gewöhnliche Löwenzahn wird meist als Taraxacum officinale bezeichnet.Er gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Botanisch ist die Situation beim Löwenzahn komplexer, als der geläufige Artname vermuten lässt:Royal Botanic Gardens, Kew, behandelt Taraxacum officinale heute innerhalb des sehr formenreichen Taraxacum sect. Taraxacum.
Für die pharmazeutische Pflanzenkunde wird der Name Taraxacum officinale weiterhin verwendet.Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur führt die Löwenzahnwurzel unter Taraxaci officinalis radix.
Die aktuelle Produktdeklaration nennt „Löwenzahnwurzel“, ohne einen botanischen Namen anzugeben.Die wissenschaftlichen Informationen zu Taraxacum officinale dienen deshalb der fachlichen Einordnung dieses klassischen Löwenzahnrohstoffes.
Weit mehr als nur Bitterstoffe
Löwenzahn besitzt ein ausgesprochen vielseitiges natürliches Stoffprofil.Aktuelle wissenschaftliche Reviews beschreiben unter anderem:
- •Sesquiterpen- und Sesquiterpenlacton-Verbindungen
- •Triterpene und Phytosterole
- •Flavonoide
- •phenolische Säuren
- •Zucker und Polysaccharide
- •Fettsäuren
- •weitere sekundäre Pflanzenstoffe
Die Zusammensetzung unterscheidet sich allerdings zwischen Wurzel, Blatt und Blüte.Gerade deshalb ist die ausdrückliche Angabe Löwenzahnwurzel für dieses Produkt besonders wertvoll.
Einer der besonders gut dokumentierten Löwenzahnstoffe
Zu den für Löwenzahn besonders gut dokumentierten phenolischen Pflanzenstoffen gehört die Chicoréesäure, international meist als chicoric acid bezeichnet.
Chemisch handelt es sich um eine Dicaffeoylweinsäure und damit um eine Verbindung aus dem Umfeld der Hydroxyzimtsäure-Derivate.
In einer klassischen phytochemischen Untersuchung wurde Chicoréesäure in:
- •Wurzeln,
- •Blättern,
- •Blüten und
- •weiteren Pflanzenteilen
nachgewiesen.
Eine spätere HPLC-MS-Untersuchung von Löwenzahnwurzel und -kraut identifizierte insgesamt 43 phenolische beziehungsweise flavonoide Verbindungen und beschrieb Chicoréesäure als dominierende untersuchte Verbindung.
→ HPLC-MS-Untersuchung von Löwenzahnwurzel und -kraut
Für Löwenzahn forte ist jedoch kein standardisierter Chicoréesäuregehalt ausgewiesen.
Chlorogensäure und Caffeoylchinasäuren
Neben Chicoréesäure besitzt Löwenzahn weitere charakteristische phenolische Verbindungen.
Wissenschaftlich beschrieben sind unter anderem:
- •Chlorogensäure
- •Kaffeesäure
- •Caffeoylchinasäuren
- •Monocaffeoylweinsäure
- •weitere Hydroxyzimtsäure-Derivate
Auch bei diesen Stoffen können Pflanzenteil, Herkunft und Extraktionsverfahren die tatsächlichen Mengen erheblich beeinflussen.
→ Vergleich phenolischer Stoffe verschiedener Löwenzahnteile
Ein Triterpen mit deutlichem Namensbezug zum Löwenzahn
Ein weiterer häufig genannter Pflanzenstoff des Löwenzahns ist Taraxasterol.
Taraxasterol gehört chemisch zu den pentacyclischen Triterpenen.Bereits sein Name verweist auf die Gattung Taraxacum.
Daneben sind für Löwenzahn weitere Triterpen- und Sterolverbindungen wie Taraxerol und β-Sitosterol beschrieben.
Die wissenschaftliche Forschung zu diesen isolierten Stoffen ist umfangreich, darf jedoch nicht als Wirkung des fertigen Löwenzahn-forte-Extraktes ausgegeben werden.
Ein standardisierter Taraxasterolgehalt ist für das Produkt nicht angegeben.
Sesquiterpenlactone prägen den herben Pflanzencharakter
Der typische herbe bis bittere Charakter des Löwenzahns steht unter anderem mit verschiedenen Sesquiterpenlactonen beziehungsweise verwandten Sesquiterpenverbindungen in Verbindung.
Diese Stoffgruppe ist bei zahlreichen Korbblütlern verbreitet und besitzt eine große strukturelle Vielfalt.
Auch beim Löwenzahn unterscheiden sich Art und Menge einzelner Verbindungen abhängig vom Pflanzenteil und von der botanischen Herkunft.
Der angebotene Extrakt ist nicht auf einen einzelnen Bitterstoff standardisiert.
Wurzel und Kraut sind nicht dasselbe
Bei Löwenzahn ist der verwendete Pflanzenteil wissenschaftlich ausgesprochen wichtig.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur unterscheidet sogar mehrere eigene pflanzliche Rohstoffe:
- •Taraxaci officinalis radix – Löwenzahnwurzel
- •Taraxaci folium – Löwenzahnblatt
- •Taraxaci radix cum herba – Löwenzahnwurzel mit Kraut
Diese Rohstoffe dürfen nicht einfach gleichgesetzt werden.
Für Löwenzahn forte wird ausdrücklich Löwenzahnwurzel angegeben.Das ermöglicht eine deutlich präzisere Einordnung als eine allgemeine Deklaration „Löwenzahn“.
Löwenzahnwurzel ist offiziell wissenschaftlich bewertet
Die Europäische Arzneimittel-Agentur besitzt eine eigene europäische Pflanzenmonographie für Löwenzahnwurzel.
Darin werden verschiedene genau definierte Zubereitungen berücksichtigt, darunter:
- •zerkleinerte getrocknete Wurzel
- •Presssäfte aus frischer Wurzel
- •Flüssigextrakte
- •Tinkturen
Für eine der EMA-beschriebenen Tinkturen wird beispielsweise ein Verhältnis von Pflanzenrohstoff zu Extraktionsmittel von 1:5 und Ethanol 45 % vol. genannt.
Löwenzahn forte besitzt dagegen einen Produkt-Alkoholgehalt von 60 % vol.Allein daraus lässt sich keine Gleichwertigkeit oder Identität mit einer EMA-Arzneitinktur ableiten.
Dazu müssten insbesondere Extraktverhältnis und Herstellungsverfahren übereinstimmen.
Carica papaya – ein ungewöhnlicher Bestandteil der Rezeptur
Der zweite charakteristische Rohstoff sind Papayakerne.
Die bekannte Papaya trägt den botanischen Namen Carica papaya L. und gehört zur Familie der Caricaceae.Royal Botanic Gardens, Kew, führt sie als anerkannte Art mit natürlichem Ursprung im Gebiet vom südlichen Mexiko bis Venezuela.
Heute wird Papaya weltweit in tropischen und subtropischen Regionen kultiviert.
Die schwarzen bis dunkelbraunen Samen im Inneren der Frucht besitzen ein deutlich anderes Pflanzenstoffprofil als das süße Fruchtfleisch.Sie schmecken charakteristisch würzig, scharf und teilweise pfeffrig.
Die aktuelle Produktdeklaration nennt „Papayakerne“, aber keinen botanischen Namen.Die wissenschaftlichen Informationen zu Carica papaya dienen daher der Einordnung der allgemein als Papaya bekannten Kulturpflanze.
Glucosinolate und Benzylisothiocyanat
Papayakerne besitzen eine phytochemische Besonderheit, die man eher von Senf, Kresse oder Meerrettich erwarten würde:Sie enthalten Glucosinolate.
Besonders wichtig ist Benzylglucosinolat, das auch als Glucotropaeolin bezeichnet wird.
Durch das pflanzeneigene Enzym Myrosinase kann daraus Benzylisothiocyanat entstehen.Diese Verbindung gehört zu den sogenannten Isothiocyanaten beziehungsweise Senfölverbindungen.
Genau diese Stoffchemie trägt wesentlich zum charakteristisch scharf-würzigen Eindruck der Papayakerne bei.
Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigte, dass Papayakerne im Gegensatz zum Fruchtfleisch besonders reich an Benzylglucosinolat sein können und eine hohe Myrosinaseaktivität besitzen.
→ Studie zu Benzylglucosinolat und Benzylisothiocyanat in Papayakernen
Der würzige Charakter der Kerne chemisch erklärt
Benzylisothiocyanat – häufig mit BITC abgekürzt – ist einer der wissenschaftlich besonders intensiv untersuchten Stoffe der Papayakerne.
Je nach Verarbeitung kann Benzylisothiocyanat aus dem Ausgangsglucosinolat durch enzymatische Reaktion entstehen.
Analysen des ätherischen beziehungsweise flüchtigen Anteils von Papayakernen fanden teilweise sehr hohe relative BITC-Anteile.Solche Werte gelten jedoch ausschließlich für die jeweils untersuchten speziellen Extrakte oder Öle.
Sie dürfen nicht auf den Löwenzahn-forte-Extrakt übertragen werden.
Ein bestimmter Benzylisothiocyanat-Gehalt des fertigen Produktes ist nicht ausgewiesen.
Papayakerne besitzen ein komplexes Samenprofil
Papayakerne bestehen nicht ausschließlich aus Benzylisothiocyanat beziehungsweise dessen Vorstufen.
In ethanolischen Samenextrakten wurden zahlreiche weitere Pflanzenbestandteile identifiziert, darunter:
- •Carpaine
- •β-Sitosterol-Glykoside
- •verschiedene Glyceride
- •Fettsäureester
- •weitere sekundäre und lipidartige Pflanzenstoffe
Auch hier hängt das tatsächlich extrahierte Spektrum stark vom verwendeten Lösungsmittel ab.
→ Phytochemische Untersuchung ethanolischer Papayakernextrakte
Spannende Forschung, aber keine Übertragung auf das Fertigprodukt
Papayakerne und ihre Inhaltsstoffe werden in der Forschung intensiv untersucht.Viele Ergebnisse betreffen isolierte Isothiocyanate, konzentrierte Samenextrakte oder Tier- und Zellmodelle.
Ein aktueller Review aus dem Jahr 2026 weist außerdem darauf hin, dass bei hoch dosierten Papayasamen-Extrakten auch Sicherheitsfragen berücksichtigt werden müssen.
Daraus sollte weder eine eigenständige Dosierung noch eine therapeutische Anwendung des Löwenzahn-forte-Extraktes abgeleitet werden.
Die Informationen auf dieser Produktseite dienen der Erklärung des besonderen Pflanzenrohstoffes und seiner Chemie.
Citrus limon – mehr als nur Zitronensäure
Die dritte Pflanzenkomponente von Löwenzahn forte ist die Zitrone.
Die wissenschaftlich bekannte Kulturzitrone wird als Citrus limon bezeichnet.
Zitronen besitzen je nach verwendetem Pflanzenteil ein komplexes Profil natürlicher Stoffe.Dazu gehören unter anderem:
- •organische Säuren, insbesondere Zitronensäure
- •Flavonoide
- •phenolische Säuren
- •Limonoide
- •flüchtige Terpene
Die Produktdeklaration nennt lediglich „Zitrone“ und spezifiziert nicht, ob Saft, Fruchtfleisch, Schale oder eine Kombination verwendet wird.Deshalb werden wissenschaftliche Aussagen zu einzelnen Zitronenteilen nicht ungeprüft als Produktbestandteil ausgegeben.
Hesperidin, Diosmin und weitere Pflanzenstoffe
Zu den für Zitronen beschriebenen Flavonoiden gehören unter anderem:
- •Hesperidin
- •Diosmin
- •Limocitrin und verwandte Flavonoide
Auch phenolische Säuren wie Ferulasäure und andere Hydroxyzimtsäure-Derivate wurden beschrieben.
Die Konzentrationen unterscheiden sich jedoch erheblich zwischen Schale, Saft, Fruchtfleisch und anderen Fruchtbestandteilen.
Da der konkret eingesetzte Zitronenrohstoff von Löwenzahn forte nicht näher bezeichnet ist, wird kein bestimmter Flavonoid- oder Zitronensäuregehalt behauptet.
Was die Rezeptur phytochemisch besonders macht
Die Besonderheit von Löwenzahn forte liegt weniger in einem einzelnen Pflanzenstoff als in der ungewöhnlichen Kombination verschiedener Rohstoffklassen:
- •Löwenzahnwurzel bringt unter anderem phenolische Säuren, Bitterstoffe, Sesquiterpen- und Triterpenverbindungen ein.
- •Papayakerne besitzen eine charakteristische Glucosinolat-/Isothiocyanat-Chemie mit Benzylglucosinolat und Benzylisothiocyanat.
- •Zitrone ergänzt die Rezeptur um organische Säuren, Flavonoide, phenolische Verbindungen und weitere Zitrusbestandteile.
Damit entsteht ein deutlich komplexeres Pflanzenprofil als bei einem klassischen Einzelkraut-Extrakt.
Hydroalkoholische Extraktionsgrundlage
Löwenzahn forte besitzt einen angegebenen Alkoholgehalt von 60 % vol.
Ethanol und Wasser besitzen unterschiedliche Lösungseigenschaften.Gemeinsam können sie ein breites Spektrum unterschiedlich polarer Pflanzenbestandteile aus einem Rohstoff lösen.
Welche Verbindungen tatsächlich im fertigen Extrakt vorhanden sind, hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab:
- •Qualität und Herkunft der Pflanzenrohstoffe
- •verwendeter Pflanzenteil
- •Zerkleinerungsgrad
- •Verhältnis der drei Pflanzenbestandteile
- •Alkohol-Wasser-Verhältnis
- •Pflanzen-Flüssigkeits-Verhältnis
- •Extraktionsdauer
- •Temperatur
Aus dem Alkoholgehalt allein lassen sich daher keine Mengen einzelner Pflanzenstoffe berechnen.
Keine ausgewiesenen Einzelstoffgehalte
In den aktuell vorliegenden Produktinformationen ist keine Standardisierung auf einzelne Naturstoffe ausgewiesen.
Das betrifft beispielsweise:
- •Chicoréesäure
- •Chlorogensäure
- •Taraxasterol
- •Löwenzahn-Sesquiterpenlactone
- •Benzylglucosinolat / Glucotropaeolin
- •Benzylisothiocyanat
- •Hesperidin
- •Diosmin
Löwenzahn forte wird deshalb sachgerecht als komplexer Mehrpflanzen-Extrakt und nicht als standardisiertes Einzelstoffpräparat beschrieben.
Drei Naturrohstoffe bedeuten besonders viele Einflussfaktoren
Pflanzen sind Naturrohstoffe und besitzen keine vollkommen identische chemische Zusammensetzung.Bei einer Kombination aus drei unterschiedlichen Pflanzen können besonders viele Faktoren das endgültige Stoffprofil beeinflussen.
Dazu gehören:
- •Botanik und Sorte
- •Anbaugebiet und Standort
- •Witterung
- •Ernte- beziehungsweise Reifezeitpunkt
- •Lagerung und Trocknung
- •Verarbeitung
- •Extraktionsbedingungen
Natürliche Unterschiede in Farbe, Geruch und Pflanzencharakter sind bei einem nicht auf Einzelstoffe standardisierten Extrakt deshalb grundsätzlich nachvollziehbar.
Löwenzahn trifft auf tropischen Samenrohstoff und Zitrusfrucht
Löwenzahn besitzt eine lange europäische Kräutertradition.Die Papaya stammt dagegen ursprünglich aus dem tropischen Amerika und wurde erst durch ihre weltweite Kultivierung zu einer global bekannten Nutzpflanze.Die Zitrone gehört wiederum zu den traditionsreichen Kulturfrüchten des Mittelmeerraumes und anderer warmer Regionen.
Löwenzahn forte verbindet damit Pflanzen aus völlig unterschiedlichen botanischen und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen.
Die moderne Analytik ermöglicht heute einen präziseren Blick auf deren Naturstoffe – von Chicoréesäure und Taraxasterol über Benzylisothiocyanat bis zu Zitrusflavonoiden.
Diese wissenschaftliche Beschreibung dient der Erklärung der Pflanzenchemie und stellt keine medizinische Wirkungszusage für das fertige Produkt dar.
Moderne Pflanzenkomposition statt klassischer Hildegard-Rezeptur
Hildegard and more führt den Extrakt innerhalb seines umfangreichen Sortiments traditioneller und moderner Pflanzenprodukte.
Die konkrete Kombination aus Löwenzahnwurzel, Papayakernen und Zitrone sollte jedoch nicht als historische Originalrezeptur Hildegards von Bingen dargestellt werden.
Insbesondere die aus dem tropischen Amerika stammende Papaya gehört nicht zu den klassischen mitteleuropäischen Pflanzen der Hildegard-Tradition.
Bei Löwenzahn forte steht deshalb bewusst die moderne Pflanzenkomposition und ihre botanische beziehungsweise phytochemische Besonderheit im Mittelpunkt.
Pflanzenforschung ist nicht gleich Produktwirkung
Zu Löwenzahn, Papaya und Zitrone existiert eine umfangreiche wissenschaftliche Literatur.
Viele Untersuchungen betreffen jedoch:
- •isolierte Pflanzenstoffe,
- •spezielle Labor-Extrakte,
- •Zellkulturversuche,
- •Tiermodelle oder
- •genau definierte pharmazeutische Zubereitungen.
Diese Ergebnisse dürfen nicht automatisch auf Löwenzahn forte übertragen werden.
Die wissenschaftlichen Informationen auf dieser Seite dienen daher der fundierten Beschreibung der Pflanzen und ihrer charakteristischen Naturstoffe, nicht als Heil-, Behandlungs- oder Vorbeugungsversprechen.
100 ml Braunglas mit Pipettenaufsatz
Löwenzahn forte wird in einer 100-ml-Braunglasflasche mit Pipettenaufsatz angeboten.
Braunglas reduziert den direkten Lichteinfall auf den Flascheninhalt und eignet sich gut für die Aufbewahrung flüssiger Pflanzenextrakte.
Die Pipette ermöglicht eine saubere und gezielte Entnahme kleiner Flüssigkeitsmengen.
Nach jeder Entnahme sollte die Flasche wieder sorgfältig verschlossen werden.
Familienbetrieb aus Albstadt
Hildegard and more ist ein Familienbetrieb aus Albstadt auf der Schwäbischen Alb und bietet ein umfangreiches Sortiment aus Kräutern, Gewürzen, Extrakten, Kräuterweinen und weiteren Naturprodukten an.
Der Hersteller verbindet traditionelle Pflanzenkunde mit modernen Rezepturen und Produktformen.Löwenzahn forte ist hierfür ein gutes Beispiel: Die Rezeptur verbindet einen klassischen europäischen Wurzelrohstoff mit Papayakernen und Zitrone zu einer ungewöhnlichen Pflanzenkombination.
Geschützt und gut verschlossen lagern
- •In der Originalflasche aufbewahren.
- •Nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen.
- •Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
- •Vor starker Wärme schützen.
- •Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
- •Aufgrund des Alkoholgehaltes von offenen Flammen und Zündquellen fernhalten.
- •Für die konkrete Anwendung sind die Angaben auf der Produktverpackung maßgeblich.
Die drei Pflanzenbestandteile wissenschaftlich betrachtet
Löwenzahnwurzel
Europäische Pflanzenmonographie und wissenschaftliche Bewertung von Taraxacum officinale, radix.
Europäische Arzneimittel-Agentur
Löwenzahn-Pflanzenchemie
HPLC-MS-Untersuchung von Löwenzahnwurzel und -kraut mit 43 detektierten phenolischen und flavonoiden Verbindungen.
Chicoréesäure
Untersuchung von Flavonoiden, Hydroxyzimtsäuren und Cumarinen in verschiedenen Geweben von Taraxacum officinale.
Aktueller Taraxacum-Review
Umfassender wissenschaftlicher Überblick zu Sesquiterpenen, Triterpenen, Sterolen, Flavonoiden, phenolischen Säuren und weiteren Löwenzahnstoffen.
Papayakerne
Untersuchung von Benzylglucosinolat, Myrosinase und Benzylisothiocyanat in Papayakernen.
Papayakern-Phytochemie
Untersuchung eines ethanolischen Samenextraktes von Carica papaya mit verschiedenen Lipiden und sekundären Pflanzenstoffen.
Botanik der Papaya
Taxonomische Einordnung und natürliches Verbreitungsgebiet von Carica papaya.
Royal Botanic Gardens, Kew
Zitrone
Umfassender Review zu Botanik und Pflanzenchemie von Citrus limon mit Flavonoiden, phenolischen Säuren und weiteren Zitrusstoffen.
Hildegard and more
Offizieller Hersteller-Shop mit Informationen zum Unternehmen und zum Sortiment.
Fragen zum Löwenzahn forte Extrakt
Was enthält Löwenzahn forte?
Was bedeutet „forte“?
Welcher Teil des Löwenzahns wird verwendet?
Welche Stoffe sind für Löwenzahnwurzel bekannt?
Was ist Chicoréesäure?
Was ist Taraxasterol?
Gibt es eine offizielle wissenschaftliche Bewertung der Löwenzahnwurzel?
Was ist das Besondere an Papayakernen?
Was ist Benzylisothiocyanat?
Sind Papayakerne dasselbe wie Papayafruchtfleisch?
Welche Stoffe sind für Zitrone bekannt?
Welcher Teil der Zitrone wird verwendet?
Wie hoch ist der Alkoholgehalt?
Warum werden Alkohol und Wasser für den Extrakt verwendet?
Ist Löwenzahn forte auf bestimmte Pflanzenstoffe standardisiert?
Ist Löwenzahn forte eine historische Hildegard-von-Bingen-Rezeptur?
Können natürliche Unterschiede zwischen einzelnen Chargen auftreten?
Löwenzahn forte Extrakt auf einen Blick
- •Produkt: Löwenzahn forte Extrakt
- •Hersteller: Hildegard and more
- •Artikelnummer: HAM038
- •Füllmenge: 100 ml
- •Pflanzliche Bestandteile: Löwenzahnwurzel, Papayakerne, Zitrone
- •Weitere Bestandteile: Alkohol, destilliertes Wasser
- •Alkoholgehalt: 60 % vol.
- •Form: alkoholischer Mehrpflanzen-Extrakt
- •Verpackung: 100-ml-Braunglasflasche
- •Verschluss: Pipettenaufsatz
- •Hersteller: Hildegard and more, Johannes-Mauthe-Str. 14, 72458 Albstadt


